Polizei staunt nicht schlecht

A3, B43a und B45: Polizei kontrolliert in Zivil - Das Ergebnis schockiert

  • Isabel Wetzel
    vonIsabel Wetzel
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Die Autobahnpolizei kontrolliert auf der A3, der B45 und der B43a im Raum Hanau in einem Zivilfahrzeug. Dabei beobachten die Beamten lebensgefährliche Szenen.

  • Die Autobahnpolizei Langenselbold ist mit einem Zivilfahrzeug auf der Jagd nach Verkehrssündern. 
  • Auf der A3, der B45 und der B43a im Raum Hanau* erwischt die Beamten Raser und Drängler.
  • Das Ergebnis der Kontrollen ist erschreckend. 

Hanau – Mit einem Bußgeld von 600 Euro, zwei Punkten und drei Monaten Fahrverbot muss ein 55 Jahre alter Aschaffenburger rechnen, der am Montagnachmittag (15.06.) auf der A3 im Raum Hanau deutlich zu schnell unterwegs war. 

Beamte der Polizeiautobahnstation Langenselbold waren in einem zivilen Streifenwagen, einem sogenannten ProViDa (Prove Video Data System), unterwegs. Die spezielle Videotechnik, mit der der Wagen ausgestattet ist, soll dazu dienen Geschwindigkeitsüberschreitungen oder andere Verkehrsverstöße aufzuzeichnen. Die Polizei war dieses Mal auf der A3, der B43a und der B45 unterwegs. 

Hanau: Kontrolle auf A3, B43a und B45 - Fahrer viel zu schnell und gefährlich dicht

Auf der A3 im Bereich der Anschlussstelle Seligenstadt in Fahrtrichtung Frankfurt wurde zuerst ein VW Golf auffällig. Daraufhin haben die Beamten die erste Messung durchgeführt. Der erste Eindruck der Polizei, dass der Fahrer des Wagens wohl deutlich zu schnell unterwegs sei, täuschte nicht. Statt den erlaubten 100 Stundenkilometern fuhr der 55-Jährige 149 km/h. 

In Höhe der Anschlussstelle Hanau ist das Tempo auf der A3 auf 120 Stundenkilometer beschränkt. Hier wurden bei dem VW Golf mit 199 gemessen. Anschließend wurde der Wagen auf dem Parkplatz Hainbach angehalten und der Fahrer zur Rechenschaft gezogen. Das wird teuer. 

Hanau: Autofahrer mit über 120 Sachen auf der B43a unterwegs - erlaubt sind 60

Kurze Zeit später waren die Beamten der Autobahnpolizei Langenselbold auf der Bundesstraße 43a Richtung Hanauer Kreuz unterwegs. Ein 48-Jähriger aus Bruchköbel war ganze 63 km/h zu schnell. Bei erlaubten 60 Stundenkilometern wurde der Fahrer mit 123 km/h gemessen. Offensichtlich war der 48-Jährige außerdem noch abgelenkt. Die Beamten erwischten ihn mit dem Handy am Steuer.

Diese Verstöße haben mindestens zwei Punkte in Flensburg, 440 Euro Bußgeld und zwei Monate Fahrverbot zur Folge. Polizeihauptkommissar Holger Schultheiß betont: „Zu hohe Geschwindigkeit und Ablenkung im Straßenverkehr zählen nach wie vor zu den Hauptunfallursachen. Daher ist es umso wichtiger, sich an die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten.“

Hanau: Raser mit satten 170 Sachen auf der B45 unterwegs - der Abstand ist lebensgefährlich

Später erwischten die Beamten der Autobahnpolizei bei ihrer Kontrolle rund um Hanau noch einen 23-jährigen Fahrer, der deutlich zu wenig Abstand zu seinem Vordermann eingehalten hat.  Der Mann war auf der B45 in Richtung Dieburg unterwegs, als er der Polizei ins Auge fiel. 

Satte 170 Stundenkilometern hatte der 23-Jährige auf dem Tacho. Und damit hielt er in seinem Mercedes 350d lediglich 15 Meter Sicherheitsabstand zu seinem Vordermann ein. Bei einer kurz darauf erfolgten Messung waren es bei 155 Stundenkilometern sogar nur noch acht Meter, die den Fahrer und den vorausfahrenden Wagen trennten. Der Junge Fahrer darf nun zwei Monate Fahrverbot, 320 Euro Bußgeld und zwei Punkte im Fahreignungsregister erwarten.

Richtig gefährlich: 8 Meter Abstand bei 155 km/h - 23-Jähriger auf der B45 muss mit hohen Strafen rechnen 

„Bei 155 Stundenkilometern und einem Abstand von 8 Metern ist es in einer Gefahrensituation quasi nicht mehr möglich rechtzeitig zu bremsen,“ resümiert Polizeihauptkommissar Holger Schultheiß. Erst kürzlich hat die Polizei auf der A5 bei Darmstadt Kontrollen mit Abstandsmessungen durchgeführt. Die Beamten erwischten 100 Drängler in nur zwei Stunden. 

Um für Sicherheit auf den Autobahnen sowie Bundesstraßen zu sorgen, wird Polizeihauptkommissar Holger Schultheiß gemeinsam mit seinen Kollegen der Autobahnpolizei Langenselbold weiterhin Kontrollen durchführen, wie die am Montag auf der A3, der B43a und der B45 im Raum Hanau.

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Bei einem Einsatz auf der A3 stoppt die Polizei einen Motorradfahrer. Dieser muss sich nun wegen mehreren Vergehen vor dem Gericht verantworten.*

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Rubriklistenbild: © dpa/Robert Michael

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