Besuch an der Grabstätte auf dem Steinheimer Süd-Friedhof: Karl Ludwig Spielmann und sein Vater Karl Heinrich sowie Alexandra Kinski, Leiterin der Hanauer Friedhofsverwaltung, und ihr Stellvertreter Thomas Asbach.
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Besuch an der Grabstätte auf dem Steinheimer Süd-Friedhof: Karl Ludwig Spielmann und sein Vater Karl Heinrich sowie Alexandra Kinski, Leiterin der Hanauer Friedhofsverwaltung, und ihr Stellvertreter Thomas Asbach.

Süd-Friedhof

Erinnerung an bedeutende Steinheimer: Ruhestätten auf Friedhof saniert

Die Grabstätte Spielmann auf dem Friedhof-Süd erinnert an bedeutende Steinheimer Bürgermeister. Die Nachkommen haben die Ruhestätte in diesem Jahr sanieren lassen.

Hanau - „Auf Hanaus Friedhöfen stellen Dutzende von Grabdenkmälern wertvolle Quellen dar, um an verstorbene bekannte Persönlichkeiten aus der Stadtgeschichte zu erinnern“, erklärt Stadtrat Thomas Morlock (FDP) im städtischen Pressedienst. „Ohne private Mithilfe würde es unsere finanziellen Möglichkeiten sprengen, diese Erinnerungskultur überall sichtbar zu wahren“, unterstreicht er.

Sein Dank gilt deshalb Bürgern wie Dr. Karl Heinrich Spielmann, der die Grabstätte seiner Ahnen auf dem Friedhof Steinheim-Süd neu gestalten ließ.

Die Familie Spielmann hat drei bedeutende Steinheimer Bürgermeister hervorgebracht: In der Amtszeit von Ludwig Spielmann von 1871 bis 1897 entstanden die Mainbrücke am Hanauer Hafen und der Groß-Steinheimer Friedhof. Sein Sohn Karl-Friedrich war zugleich sein direkter Nachfolger bis zum Jahr 1913. In seine Amtszeit fielen die Installierung der Gasbeleuchtung 1902 und der Anschluss an die Hanauer Straßenbahn 1909, ein Jahr nach deren Inbetriebnahme auf der anderen Mainseite.

Die Spielmann-Grabstätte ist eine der größten auf Hanauer Friedhöfen. Dort begraben liegt auch Johannes Spielmann, der die Alte Fasanerie in Klein-Auheim mit begründete und die Freiwillige Feuerwehr in Steinheim aufbauen half. Sein Grabstein besteht aus einer markanten Stele mit Ecktürmchen und einer langen Inschrift an den „Großherzoglichen Bürgermeister“, gestorben 1870. Diese Wegmarken der Stadtgeschichte sollen auf einer gesonderten Erinnerungstafel vermerkt werden, so wie auf den beiden Friedhöfen in der Kernstadt.

Friedhofsleiterin Alexandra Kinski übergab dem aus Mainz angereisten Spielmann-Nachfahren Karl Heinrich und dessen Sohn Karl Ludwig den Erinnerungsband „Begraben – aber nicht vergessen“, in dem bekannte Persönlichkeiten auf Hanauer Friedhöfen vorgestellt werden. In dem Buch ist auch das markanteste Sandstein-Grabmal der Spielmann-Dynastie abgebildet.  kd

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