Die neuen Mitglieder der Ortsbeiräte für Hanau stehen fest. Die Grünen konnten in den Gremien, in denen sie vertreten sind, kräftig zulegen.
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Die neuen Mitglieder der Ortsbeiräte für Hanau stehen fest. Die Grünen konnten in den Gremien, in denen sie vertreten sind, kräftig zulegen.

Das sind die neuen Ortsbeiräte

Grüne legen kräftig zu / Wahlbeteiligung im Lamboy unter 30 Prozent

  • Kerstin Biehl
    vonKerstin Biehl
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Die ehrenamtlichen Ortsbeiratsmitglieder für die neue Legislaturperiode stehen fest. Ab 1.  April werden sie die Stadtteile in den jeweiligen Ortsgremien vertreten. Dann werden auch die neuen Ortsvorsteher gewählt. Starke Gewinne konnten die Grünen auf sich verbuchen, die lediglich in Mittelbuchen und Lamboy/Tümpelgarten nicht im Ortsbeirat vertreten sind, weil sie nicht angetreten waren.

Hanau – Grünen Fraktionsvorsitzende Anja Zeller zeigt sich auf HA-Nachfrage gut gelaunt: „Wir freuen uns riesig! Auch auf eine weiterhin konstruktive Zusammenarbeit.“ Positiv bewertet Zeller die „teilweise Verjüngung“ innerhalb der Grünen-Reihen, die, so ihre Hoffnung, „viele gute neue Ideen bringt und eine gute Unterstützung der Fraktionsarbeit.“

. Mittelbuchen:

In Hanaus kleinstem Stadtteil gab es 3191 Wahlberechtigte, knapp 55 Prozent von ihnen machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Damit lag die Wahlbeteiligung in Mittelbuchen am höchsten.

Denkbar knapp fiel das Rennen um die Sitze im Ortsbeirat aus. Letztlich entschieden es die Sozialdemokraten für sich, die im Ortsbeirat wie bisher mit vier Sitzen (41,66 Prozent) vertreten sein werden: Caroline Geier-Roth, Holger Burkhardt, Hans-Joachim Roth und Diaba Burkhardt vereinten die meisten Stimmen auf sich und vertreten die Sozialdemokraten im Gremium. Die Christdemokraten, die 37,47 Prozent der Wählerstimmen auf sich verbuchen konnten, behalten ihre drei Sitze. Für die CDU im Ortsbeirat sitzen fortan Erich Bechtold, John Kennard und Petra Höfels. Einen Sitz mehr im Ortsbeirat bekommt die Mittelbuchener Alternative Liste (MAL), die auf 20,87 Prozent kommt und von Birgit Mutz und Carmen Dohn vertreten wird.

Im prozentualen Vergleich mit den übrigen Stadtteilen machten in Mittelbuchen die wenigsten Bürger ihr Kreuz für den alten und neuen OB Claus Kaminsky, die 50 Prozent Hürde verfehlte Kaminsky in Mittelbuchen (47,64 Prozent). In dem dörflich geprägten Stadtteil setzte man eher auf Jens Böhringer, der hier seine zweitmeisten Stimmen einholen konnte (32,02 Prozent).

. Kesselstadt:

7901 Wahlberechtigte gibt es in Kesselstadt, 44 Prozent davon machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Davon entfallen auf die SPD 35,32 Prozent; sie ist mit fünf Sitzen durch Reinhold Schreiber, Roger Fritz, Adolfo Russo, Claudia Jebabli und Nurhan Agit im neuen Gremium vertreten, bekommen also einen weiteren Sitz dazu. Die Christdemokraten kommen auf 23 Prozent und können wie bisher drei Sitze (Karin Hog, Hans Burster und Roswitha Gabel) für sich beanspruchen. 16,83 Prozent der Kesselstädter wählten grün und bescheren der Ökopartei drei Sitze (Monika Nickel, Joachim Nickel und Dr. Wolfgang Busch) im Ortsbeirat (plus zwei). Mit jeweils einem Sitz werden die FDP (7,52 Prozent) durch Tobias Funk, die BfH (6,62 Prozent) durch Alexander Lorösch, die Linken (4,37 Prozent) durch Jörg Sternberg, die HBU (3,98 Prozent) durch Petra Kietzmann im Gremium vertreten sein.

. Nordwest:

46,63 Prozent der 7913 Wahlberechtigten stimmten ab und bescherten der SPD mit 31,89 Prozent das beste Wahlergebnis im Stadtteil. Die Sozialdemokraten sind weiterhin mit vier Sitzen im Gremium vertreten, die durch Beate Funck, Reiner Wegener, Andreas Spitter und Karl-Heinz Voit besetzt werden. Zweitstärkste Kraft sind die Grünen mit 21,44 Prozent, damit sind die Grünen im Ortsbeirat Nordwest neu dabei. Ihre drei Sitze fallen auf Dr. Ludwig Theobald, Wulf Hilbig und Birol Avci. Die Christdemokraten kommen auf 19,43 Prozent und drei Sitze (Klaus Vanvor, Christine Keimer und Bernd Uftring). Die FDP liegt in Nordwest bei 12,86 Prozent (zwei Sitze, Henrik Statz und Prof. Dr. Michael Weller), gefolgt von der BfH mit 11,59 Prozent (einen Sitz, Anne-Dorothea Stübing).

. Innenstadt:

In der Innenstadt gingen lediglich 33,13 Prozent der 13 144 Wahlberechtigten wählen. Der neue Ortsbeirat setzt sich aus sechs Sitzen für die SPD (31,14 Prozent) zusammen (Wilfried Schneider, Amelie Greschner, Mehmet Kusçu, Patricia Celikkol, Florian Greschner und Dr. Markus Binder), vier Sitze vereinen die Christdemokraten (19,54 Prozent) auf sich, die mit Hildegard Geberth, Heinz Münch, Dr. Margot Wörner und Karin Münch ins Gremium einziehen.

Die Grünen kommen auf 16,8 Prozent und damit auf drei Sitze (Dirk Sticha, Svenja Haas und Karl-Christian Theobald). Mit jeweils einem Sitz sind FDP (Dr. Hans-Volker Lill), Die Linke (Karl-Heinz Wagner), BfH (Klaudia Mänz), HBU (Selda Aydin), WSH (Hatice Aydin) und Die Partei (Gregor Wilkenloh) vertreten.

. Lamboy/Tümpelgarten

Wenig an der Demokratie mitwirken scheinen die Bürger des Stadtteils Lamboy/Tümpelgarten zu wollen: Nur 29,25 Prozent der dort lebenden 7469 wahlberechtigten Bürger machten hier von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Auf die meisten Sitze im Ortsbeirat kommt die SPD (44,45 Prozent), die sechs Plätze erhält. Diese werden von Rosemarie Thiel, Christel Hesse, Wulf Falkowski, Ralph Titze-Hesse, Cornelia Gasche und Simone Hesse besetzt. Mit jeweils zwei Sitzen sind die BfH (Stephan Hölscher und Nadja Nickel) sowie die HBU (Can Özgün und Firat Kilinc) vertreten, wobei die BfH 16,7 Prozent, die HBU 11,48 Prozent der Stimmen holte.

. Steinheim:

53,08 Prozent der 9627 Steinheimer Wähler fanden den Weg zur Wahlurne. Die meisten von ihnen votierten für die Christdemokraten (32,87 Prozent), was fünf Sitze (vorher vier) im Ortsbeirat beschert, die von Burkhard Huwe, Bettina Sommer, Sören Winter, Gabriele Stenger und Christoph Freisen besetzt werden. 26,88 Prozent der Stimmen kann die SPD auf sich vereinen, was wie bisher vier Sitze ausmacht (Holger Hackendahl, Dr. Hans Katzer, Gabriele Ewald und Hans Sturm).

Auf jeweils zwei Sitze und damit jeweils einen mehr als bei der vorangegangenen Legislaturperiode kommen FDP (Holger Voigt und Marc Schmidt) sowie Grüne (Ursula Wachter-Bieri). Einen Sitz verlieren die Republikaner, die nun nur noch durch Bert Rüdiger Förster vertreten werden. Die BfH behält ihren einen Sitz (Kerstin Mänz).

. Klein-Auheim

50,88 Prozent der 5934 Wahlberechtigten gingen in Klein-Auheim wählen. Der künftige Ortsbeirat setzt sich recht ausgewogen zusammen. Dabei entfallen jeweils zwei Sitze auf die SPD (26,18 Prozent), die CDU (25,06 Prozent) die Grünen (23,96 Prozent) sowie auf die BfH (15,82 Prozent). Im Gremium sitzen künftig Reiner Dieser und Lars-Aleksander Becker für die Sozialdemokraten, Christoph Hieb und Diego Stancato für die Christdemokraten, Sascha Feldes und Petra Bauer für die Grünen, Christian See und Alexandra Horchler für die BfH sowie Maria Grimm für die FDP.

. Großauheim/Wolfgang

Von den 11 728 Wahlberechtigten machten 43,05 Prozent der Großauheimer und Wolfgänger von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Eng ging es hier an der Spitze zu, die SPD konnte 30,56 Prozent der Stimmen auf sich verbuchen, die CDU 29,36 Prozent, was beiden Parteien sechs Sitze im Ortsbeirat beschert, den Christdemokraten somit einen mehr als in der vorangegangenen Wahlperiode. Besetzt werden diese von Reiner Dunkel, Monika Dreller, Sigrid Börner-Wirth, Frank Amhaus, Wolfgang Schafferth und Jürgen Grün für die SPD. Für die Christdemokraten sitzen Joachim Götz, Christopher Göbel, Stefan Matulka, Gertrud Becker, Joachim Stamm und Monika Klosson im Ortsbeirat.

Komplettiert wird das Gremium für Großauheim und Wolfgang durch drei Sitze der Grünen, die auf 18,38 Prozent der Stimmen gekommen sind (Angelika Gunkel und Anke Kannengießer) sowie Angelika Opfermann und Dr. Thomas Göbel von der FDP, Marcus Geßner von der BfH und Volker Lippmann von den Linken.

Von Kerstin Biehl

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