Kultur

Marvin Scondo begeistert bei „The Voice of Germany“ die Jury und wird im Internet gefeiert

  • vonRainer Habermann
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Oh what a Night! Sonntagabend bei „The Voice of Germany“ auf Sat.1. Knisternde Spannung im Studio, Marvin Scondo, der 31-jährige Singer-/Songwriter aus Hanau tritt auf die Bühne, unter seinem Hut den Blick bescheiden gesenkt. Er zupft nur ein paar Saiten auf seiner Gitarre, doch die reichen schon, um Coach Nico Santos ein überraschtes „Oh!“ zu entlocken.

Berlin/Hanau – „Sittin’ on the dock of the bay“, einen Klassiker der Soul-Legende Otis Redding, singt er. Und kaum sind ein paar Sekunden vergangen, schwingen die ersten rauchigen Klänge voller Gefühl und Energie durch den Saal, buzzert’s auch schon. Noch vor der zweiten Liedzeile. Der Doppelstuhl der Frauen dreht sich zum Künstler, Yvonne Catterfeld und Stefanie Kloß schmelzen förmlich dahin.

Alle Stühle drehten sich: Die Juroren wollten den Hanauer allesamt im Team haben.

Es folgen Schlag auf Schlag die weiteren Juroren: ein Vierer-Buzzer, noch bevor der Song ausklingt. „Das ist der Knaller, absolut!“, strahlt Stefanie. „Es klang wie der Auftritt eines internationalen Superstars. Das war krass“, kommentiert Mark Forster verblüfft. „Wie wunderschön!“, schwärmt Yvonne. Im Publikum springen einige von den Stühlen, noch während Scondo singt. Doch er bekommt das gar nicht mit, er ist völlig in sich und im Song.

The Voice of Germany: Viel Lob für den Musiker aus Hanau

Die Reaktionen auf Youtube zu seinem Auftritt sind überschwänglich und durchweg positiv. Ein Beispiel: „Einer der besten bisher!! Da schmelzt man dahin vor lauter Gefühl“. Oder: „Mega geile Stimme! Ein echter Musiker durch und durch.“ Alle Coaches lecken sich die Finger nach Scondo, hätten ihn gerne in ihrem Team. „Ich werfe alles für dich in den Ring!“, fleht Stefanie. Alle anderen buhlen ebenfalls in höchsten Tönen um den smarten Sänger aus Hanau. Doch welches Team wählt Marvin Scondo aus? Nun hat er die Qual der Wahl. „Jetzt ist wohl die Zeit, wo ich mich entscheiden muss“, grinst er noch verschmitzt. Alle starren gespannt auf den Mann mit Hut. Und dann kommt’s: „Ich glaub’, ich verlass’ mich auf meine Intuition. Ich würd’ gerne zu euch gehen.“ Und verneigt sich in Richtung des Frauen-Doppelstuhls. Grenzenloser Jubel bei Yvonne und Stefanie: „Wir freuen uns total! Herzlich willkommen!“

Gefühlvoll am Mikro: Marvin Scondo.

Marvin Scondo ist ein Sympathieträger, keine Frage. Und ein absolut bescheidener dazu. Wir haben nach seinem Auftritt mit dem 31-Jährigen gesprochen. Scondo lebt jetzt in der „heißen Zwischenphase“, bis es in Berlin weitergeht. Denn eine Runde weiter ist er, und zwar mit dem besten aller möglichen Ergebnisse. Alle vier Jurorensessel waren ihm am Sonntag zugewandt.

„Ich freue mich auf die Battles“, sagt Marvin. Die „Battle Rounds“ sind die zweite Phase der Gesangs-Castingshow in ProSieben und Sat.1, in der jeweils zwei oder drei Sänger aus der gleichen Coaching-Gruppe ein Lied gemeinsam singen. Nur einer kommt dann weiter. Wie es außerhalb von „The Voice of Germany“ für den jungen Singer-/Songwriter weiter geht? Das hängt auch von Veranstaltern in der Region ab. Ob Firmen, Eventmanager oder Privatpersonen: sie alle können Marvin Scondo buchen, sie müssen nur ein überzeugendes Hygiene-Konzept vorlegen. „Ich habe vor Corona an die 200 Einladungen pro Jahr gehabt und gut 180 davon zugesagt“, erzählt Marvin am Telefon. Die Unsicherheit ist groß, überall. Aber ein gehaltvoller Abend mit Live-Musik der unaufdringlichen und hochwertigsten Art: Der sollte auch trotz Corona möglich sein.

Rubriklistenbild: © Rainer Habermann (Screenshots)

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