27 Familien und Teams der KJG waren am Samstag in Klein-Auheim unterwegs.
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27 Familien und Teams der KJG waren am Samstag in Klein-Auheim unterwegs.

Wegen der Corona-Pandemie gehen die Pfarreien neue Wege

Hanau: Sternsinger-Gruß vom Traktor aus

„Sichtbar, kontaktlos und mit Abstand“ kamen am Wochenende die Sternsinger zu den Menschen. Allerdings kamen sie nicht in die Häuser hinein, sondern nur bis zum Briefkasten. Sie sangen auch nicht und brachten den Segen nicht selbst über der Türe an. Heuer warfen sie Sternsingerbriefe in die Briefkästen. Auch bei der Sternsingeraktion 2021 war wegen der Corona-Pandemie vieles anders als sonst. Trotzdem wollten die Heiligen Drei Könige unter dem diesjährigen Aktionsmotto „Segen bringen, Segen sein. Kindern halt geben – in der Ukraine und weltweit“ Hoffnung und Zuversicht für das noch junge Jahr verbreiten.

Steinheim/Klein-Auheim – „Wir bringen den Leuten den Segen und denken ganz besonders an die von Corona betroffenen Menschen“, motivierte Gemeindereferentin Inge Stöckel am Samstagfrüh bei einer kurzen Aussendungsandacht auf dem Wallfahrtsplatz von St. Nikolaus in Steinheim die Teilnehmer. Nach der Übergabe der insgesamt 2500 Sternsingerbriefe schwärmten in St. Nikolaus 35 Familien und Einzelpersonen aus, um den Sternsingersegen im Pfarrbezirk zu verteilen. Die St. Nikolaus-Sternsinger sammelten Spenden für das von Dr. Hilde Kemmerer aus Steinheim initiierte Kinderhilfsprojekt Inagro in Monterilla (Kolumbien).

In St. Nikolaus schwärmten 35 Familien und Einzelpersonen aus, um Sternsinger-Briefe zu verteilen.

Die Sternsinger von St. Peter und Paul in Klein-Auheim wurden von den örtlichen Schlepperfreunden unterstützt, die mit drei Traktoren als fahrende Sternsinger-Boten unterwegs waren – getreu dem Motto „Sichtbar, aber kontaktlos“. 27 Familien mit Kindern und acht Zweierteams aus der KJG waren unterwegs, berichtete Concetta Massaro, die gemeinsam mit ihrem Ehemann die diesjährige Sternsingeraktion in Klein-Auheim organisierte „In drei Tagen habe ich mit meiner Familie 3500 Segensbriefe gepackt, die Bezirke eingeteilt und Familien angerufen, die uns bei einem ausgedehnten Spaziergang als Segensboten unter die Arme greifen“, erläutert sie. „Es ist uns dabei ganz besonders wichtig, dass die Menschen in dieser schweren Zeit endlich auch mal eine frohe Botschaft erreicht und nicht nur das viele Negative rund um Corona.“ Im Segensbrief enthalten sind der Segensaufkleber, ein Gebet für das Ankleben des Segens über der Türe sowie die Neujahrsgrüße der Pfarrei. Möglichkeiten, die Sternsinger-Spende zu machen gibt es unter anderem über das Konto der St. Peter-Paul-Pfarrei oder direkt im Pfarrbüro. „Wir haben auch in den örtlichen Geschäften Sternsinger-Spendendosen aufgestellt“ berichtete Concetta Massaro. Sie bedauert, dass pandemiebedingt das Vortreffen mit dem Basteln der Sternsinger-Kronen oder auch das gemeinsame Mittagessen der Sternsinger in dieem Jahr ausfallen mussten.

„Sichtbar, aber kontaktlos“: Als fahrende Sternsinger-Boten auf Traktoren betätigten sich Mitglieder der Klein-Auheimer Schlepperfreunde.

Am Samstag wurden auch in der Pfarrei St. Johann Baptist Steinheim die Sternsingerbriefe in den Pfarrbezirken verteilt. In der Pfarrei St. Jakobus in Großauheim konnten sie beim gestrigen Sonntagsgottesdienst abgeholt werden.

(Von Holger Hackendahl)

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