Der Neubau der Imkerei Ullmann im Außenbereich zwischen Erlensee und Bruchköbel ist schon weit gediehen. Das Stadtparlament hat nun mehrheitlich entschieden, die Straße von der L3268, die zur Imkerei führt, Bienenweg zu nennen.
+
Der Neubau der Imkerei Ullmann im Außenbereich zwischen Erlensee und Bruchköbel ist schon weit gediehen. Das Stadtparlament hat nun mehrheitlich entschieden, die Straße von der L3268, die zur Imkerei führt, Bienenweg zu nennen.

Stadtparlament entscheidet über den Namen der Straße beim Neubau der Imkerei Ullmann

Erlensee hat jetzt einen Bienenweg

  • Monica Bielesch
    vonMonica Bielesch
    schließen

Zur letzten Stadtparlamentssitzung dieser Legislaturperiode kamen 27 der 30 Stadtverordneten am Donnerstagabend in die Erlenhalle. Und am Ende der Sitzung, nach der Abarbeitung der regulären und unspektakulären Tagesordnung kam durch die Reden von Stadtverordnetenvorsteher Uwe Laskowski und Bürgermeister Stefan Erb (beide SPD) sogar ein bisschen Wehmut auf.

Erlensee – Die Bilanz der beiden nach fünf Jahren parlamentarischer Zusammenarbeit fiel durchweg positiv aus. So bedankte sich Erb bei den Stadtverordneten für das konstruktive Klima im Parlament und die sachbezogene Arbeit. Insbesondere hob er hervor, dass die Parlamentarier ihr Amt als Ehrenamt ausüben. Ein Gemeinwesen brauche Menschen mit Haltung, die bereit seien, Verantwortung zu übernehmen, so Erb.

Laskowski, der als Stadtverordnetenvorsteher mit seiner ruhigen, sachlich-unaufgeregten Art der Moderation zum konstruktiven Klima im Parlament beigetragen hat, hatte einige Zahlen parat. So habe es in den vergangenen fünf Jahren 49 Stadtverordnetenversammlungen gegeben, 76 Ausschusssitzungen, 15 Sitzungen des Zweckverbandes sowie 17 der TKJG. „Es war eine arbeitsreiche Periode“, so Laskoswki.

Zu den in den vergangenen Jahren im Parlament behandelten Themen gehörten unter anderem streunende Katzen, Babywindeln oder ein S-Bahn-Anschluss für Erlensee, zählte Laskowski auf. Am Donnerstagabend kamen einige interessante Themen dazu. Bei ihrem letzten Auftritt als Stadtverordnete nahm Carmen Merz (NFE) bei den Diskussionen wie gewohnt kein Blatt vor den Mund.

„Wer lesen kann, ist klar im Vorteil“, empfahl sie der CDU-Fraktion, die mit einem Antrag den Magistrat beauftragen wollte, „umgehend alles Verwaltungstechnische in die Wege zu leiten, damit eine Personenzahl-Festlegung pro Wohneinheit erfolgen kann, um die Größe und Anzahl der Müllbehälter festzulegen.

Die CDU wolle damit eine gerechte Abrechnung der Müllbehälter nach der Personenzahl pro Wohneinheit schaffen, so Fraktionsvorsitzender Horst Pabst in der Begründung. Um dann von den anderen Fraktionsführern, und eben auch von Carmen Merz, zu hören, dass dies alles bereits in der Abfallsatzung der Stadt geregelt und nachzulesen sei.

Auch mit ihrem Antrag, eine neue Haltestelle für den Stadtbus am Standort Langenselbolder Weg/Ecke Anne-Frank-Straße einzurichten, scheiterte die CDU. Und ebenso ein Vorstoß der Grünen, das Gesamtkonzept des Stadtbusses, auch bekannt als Familienbus, zu überarbeiten, fand keine Mehrheit. Allerdings stünde in diesem Jahr sowieso die routinemäßige Überprüfung des Nahverkehrkonzeptes an, informierte Uwe Viel von der SPD.

Der Antrag der Grünen, die Stadt Erlensee beim diesjährigen Wettbewerb Stadtradeln anzumelden, erübrigte sich schnell. Denn wie Bürgermeister Erb informierte, habe er die Stadt zu diesem Wettbewerb, bei dem Einzelpersonen, Institutionen, Teams oder Vereine drei Wochen lang das Fahrrad als Fortbewegungsmittel nutzen, bereits angemeldet.

Die 810 Euro Anmeldegebühr, die Erlensee als Klimakommune zahlen müsste, würden vom Land Hessen übernommen. Die Stadt hätte also keine Kosten damit. Den notwendigen Verwaltungsaufwand würden die Rathausmitarbeiter gerne tragen, so Erb.

Mit den weiteren Themen des Abends wird sich das nächste Stadtparlament in den dann neu zusammengesetzten Ausschüssen beschäftigen müssen. So wurde der CDU-Antrag, im Limespark einen Wildkräutergarten zu realisieren, in den Bau- und Umweltausschuss verwiesen. Auch der Grünen-Antrag beim Projekt „Essbare Stadt“ mitzumachen, soll im Fachausschuss diskutiert werden. Insbesondere die möglichen Kosten der Idee sollte überprüft werden, so die CDU und SPD unisono. Bei diesem Projekt werden im öffentlichen Raum brachliegende Flächen oder Kübel mit Kräutern, Gemüse oder Obst bepflanzt, die jedem zugänglich sein sollen.

Der Vorstoß von der fraktionslosen Stadtverordneten Tanja Dörr von der EBF, Tonaufzeichnungen der Parlamentssitzungen online zu stellen, wurde abgelehnt. Damit solle sich das neu zusammengesetzte Parlament nach der Kommunalwahl befassen, so die Mehrheit.

Eine Entscheidung wurde dann doch noch getroffen, in der letzten Sitzung der Legislaturperiode: So soll die bisher namenlose Straße, die von der L 3268 zwischen Bruchköbel und Erlensee zum Neubau der Imkerei Ullmann abzweigt, den Namen „Bienenweg“ erhalten. Der Name setzte sich gegen den SPD-Vorschlag „Im Lachenfeld“ durch. Die Imkerei zieht Ende des Jahres von der Anne-Frank-Straße in den weithin sichtbaren Neubau im Außenbereich.

Von Monica Bielesch

Das könnte Sie auch interessieren