IHK-Logo
+
1257 Abschlussprüfungen gab es in diesem Jahr von Azubis der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern

IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern

Die landes- und bundesbesten Auszubildenden aus Hanauer Betrieben

Im Main-Kinzig-Kreis gab es in diesem Jahr 1 257 Abschlussprüfungen von Auszubildenden vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. 412 davon waren gewerblich-technische, alle anderen kaufmännische Prüfungen. Insgesamt gab es 83-mal die Gesamtnote „sehr gut“.

Main-Kinzig-Kreis - Aus den Spitzenleistungen ragten neben den zwei Bundesbesten auch vier Landesbeste heraus. Die guten Prüfungsergebnisse seien nicht nur Beweis für die Qualität der Auszubildenden, sondern auch für die gute Ausbildung durch ihre Arbeitgeber, so die IHK in einer Mitteilung.

Da es dieses Jahr wegen der Pandemie keine besonderen Feierlichkeiten zur Ehrung der Prüfungsbesten geben kann, stellen sich die vier Hanauer „Besten der Besten“ in ihren Berufen in Kurzinterviews vor und erläutern ihre Motivation. Diese drei Fragen haben sie jeweils beantwortet: „Warum haben Sie sich für Ihren Ausbildungsberuf entschieden?“, „Was hat Ihnen in Ihrer Ausbildung besonders gefallen?“ und „Wie stellen Sie sich Ihren weiteren Berufsweg vor?“

Fabian Hohmann, Bundessieger

Beruf: Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Ausbildungsbetrieb: Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH in Hanau: „Ich habe mich für den Ausbildungsberuf entschieden, weil mich großtechnische Prozesse und Fertigungsschritte interessiert haben. Im Rahmen meiner Ausbildungssuche bin ich dann auf den Beruf des Verfahrensmechanikers aufmerksam geworden und fand das Berufsbild sehr interessant. Der vielseitige Einsatz in den unterschiedlichen Abteilungen der Firma und das abwechslungsreiche Aufgabenfeld während der Ausbildung haben mir besonders gefallen. Ich habe alle Produktionsschritte vom Rohmaterial bis zur Endkontrolle kennenlernen und verstehen können. Für meinen weiteren Berufsweg hoffe ich auf ein erfolgreiches Studium und einen guten Wiedereinstieg in das Berufsleben.

Fabian Hohmann: Setzt auf ein Studium.

Lea Paust, Landessiegerin

Beruf: Fachpraktikerin Hauswirtschaft, Ausbildungsbetrieb: Bildungswerk Hausfrauen Bund Hessen e.V., Hanau. „Ich habe schon immer gerne zuhause im Haushalt geholfen, meistens beim Kochen. Ich bin aber auch gerne einkaufen gegangen und habe gerne die Wäsche sortiert und zusammengelegt. Die Tätigkeiten haben mir schon immer Spaß gemacht. Dadurch und durch gute Rückmeldungen habe ich mich immer weiter entwickelt und verbessert. So habe ich gemerkt, dass das der richtige Beruf für mich ist. Mir hat in meiner Ausbildung am meisten gefallen, dass ich in verschiedenen Bereichen tätig sein und immer wieder Neues dazu lernen konnte. Die Ausbildung ist sehr vielseitig. Alle Bereiche haben mir gleich gut gefallen. Besonders toll fand ich, dass ich so viele Möglichkeiten hatte, kreativ zu sein. Bisher weiß ich noch nicht, wie es nach der Ausbildung weitergeht. Ich lasse mich noch von den vielen Möglichkeiten inspirieren.“

Lea Paust: „Ich habe schon immer gerne zuhause im Haushalt geholfen.“

Anna Sieglen, Bundessiegerin

Beruf: Verfahrensmechanikerin für Glastechnik,, Ausbildungsbetrieb: Heraeus Holding GmbH, Hanau: „Angefangen hat alles damit, dass ich in meinem Studium der Bioverfahrenstechnik gemerkt habe, lieber ein praktisches Handwerk zu erlernen. Da mir allerdings die Verfahrensmechanik als solches sehr gut gefiel und ich gerne mit Technik in Berührung komme, erkundigte ich mich gründlich, welche Angebote und Anforderungen für dieses Berufsfeld verlangt werden. Da entdeckte ich den Ausbildungsberuf der Verfahrensmechanikerin für Glastechnik bei Heraeus. Ich merkte schnell, dass die Vielfalt des Berufes gut zu mir passt, denn auch mit Glas kam ich schon früh in Kontakt, da meine Eltern gelernte Optiker sind. Somit bewarb ich mich bei Heraeus. Besonders gut haben mir in meiner Ausbildung die Menschen gefallen und die Vielseitigkeit an erlernten Fähigkeiten. Ich schnupperte in den drei Lehrjahren in jede Abteilung hinein und erlernte den Prozess vom Quarzsand bis zum beliebigen Endprodukt. Diese Chance zu erhalten und selbst mit anfassen zu dürfen, ist klasse. Man bekommt hierdurch einen riesengroßen Einblick, worin Heraeus-Produkte überall verbaut sind. Als ich in meiner Abschlussabteilung der Fluosilfertigung bei Heraeus Quarzglas in Hanau angelernt wurde, habe ich festgestellt, diese Tätigkeit ist genau das, was ich machen möchte. Auf meinem weiteren Berufsweg möchte ich zunächst die Techniker-Stufe erreichen, um dann eine passende Weiterbildung anzuschließen.“

Anna Sieglen: „Man bekommt einen riesengroßen Einblick, worin Heraeus-Produkte überall verbaut sind.“

Titus Schmitt, Landessieger

Beruf: Maschinen- und Anlagenführer, Ausbildungsbetrieb: Heraeus Holding GmbH, Hanau: „Die Ausbildung war für mich eine Möglichkeit, einen Fuß in die Tür zur Metallausbildung zu bekommen. Mein Ziel war es danach, die weiterführende Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker machen zu können.

Besonders gefallen haben mir die ersten sechs Monate Metall-Grundausbildung in der Lehrwerkstatt und die Mitauszubildenden, die mich motiviert haben, mehr zu machen, als ich es alleine getan hätte.

Auf meinem weiteren Weg mache ich jetzt erst einmal die weiterführende Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker. Danach werde ich hoffentlich eine Abteilung finden und dort dann sehen, welche Möglichkeiten mir offen stehen. In der aktuellen Lage ist es ja nur schwer möglich, weit in die Zukunft zu planen.“

Titus Schmitt: „Viel Motivation bekommen.“

Das könnte Sie auch interessieren