Viel Platz haben aktuell die Schwimmer im Heinrich-Fischer-Bad: Maximal 140 Badegäste dürfen sich gleichzeitig im gesamten Hallenbad aufhalten.
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Viel Platz haben aktuell die Schwimmer im Heinrich-Fischer-Bad: Maximal 140 Badegäste dürfen sich gleichzeitig im gesamten Hallenbad aufhalten.

Hallenbadsaison

Durch den Schilderwald zum Becken: So sind die Corona-Regeln in den Hallenbädern der Region

  • Jasmin Jakob
    vonJasmin Jakob
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Region – Wie in vielen Bereichen des Alltags gilt auch in den Hallenbädern der Region im Zuge der Corona-Pandemie ein Flickenteppich an Regeln. Badegäste müssen dabei vom Ticketkauf bis zur Schwimmrichtung in den Becken einiges beachten. So dürfen etwa weniger Gäste in die Becken. In einigen Bädern, wie dem Nidderbad in Nidderau, dem Hallenbad in Bruchköbel oder dem Maintalbad, müssen die Besucher ein E-Ticket kaufen. In anderen, wie in Erlensee, Gelnhausen oder dem in Freigericht, können die Karten nur an der Kasse gekauft werden. Unterschiede gibt es auch im Saunabereich: Während dieser in den meisten Bädern geschlossen ist, hat er im Heinrich-Fischer-Bad unter strengen Auflagen geöffnet. Wir haben uns bei den Hallenbädern der Region umgehört, welche Regeln dort gelten:

 Hanau

Wegen der Corona-Abstands- und -Hygieneregeln sind im Heinrich-Fischer-Bad gleichzeitig maximal 140 Badegäste einschließlich Schulen, Gruppen und Vereinen möglich. Wie die Stadt auf Nachfrage mitteilt, werde die Anzahl derzeit jedoch kaum ausgereizt: „An manchen Tagen sind wir knapp davor, hatten bisher aber noch keinen Einlassstopp.“ Es kämen zwar auch Besucher aus dem wegen Umbauarbeiten bereits geschlossenen Lindenaubads, trotzdem habe man aus städtischer Sicht eher den Eindruck, dass die Menschen momentan wegen Corona verhaltener reagieren und weniger Leute kommen. Mit den getroffenen Maßnahmen und dem Verhalten der Gäste zeigt die Hanau Bäder GmbH sich zufrieden: „Die Mehrzahl der Gäste hält sich an die Corona-Regeln und die wenigen, die es nicht tun, sprechen wir gezielt und höflich an.“ Eintrittskarten sind vornehmlich an der Kasse zu kaufen, können aber auch online erworben werden.

In der Sauna ist die maximale Gästezahl auf 25 pro Zeitfenster begrenzt. Die Zeitfenster sind vor und nach folgenden Reinigungspausen: dienstags bis samstags 14 bis 15 Uhr, sonntags 13.30 bis 14 Uhr. Weitere Informationen gibt es im Internet.  

Badegäste müssen aufmerksam sein: Laufwege und weitere Hinweise zu den Corona-Regeln werden auf Aufklebern und Schildern erklärt.

Maintal

Im Maintalbad müssen Badegäste ein Online-Ticket kaufen. Dabei sollten sie auch das Becken wählen, in dem sie sich aufhalten wollen, damit dem Personal die Aufsicht über die Einhaltung der Corona-Regeln erleichtert wird. So soll sichergestellt werden, dass sich nur 30 Personen im Schwimmer- und 25 im Nichtschwimmerbecken aufhalten, Insgesamt dürfen 55 Badegäste in die Schwimmhalle. „Wenn die Kapazitätsgrenzen nicht erreicht sind, kann natürlich zwischen den Becken gewechselt werden“, teilt Schwimmbadleiter Roland Allmannsdörfer mit. Liegen und Stühle werden nur für Aufsichtspersonen am Nichtschwimmerbecken aufgestellt, Spielgeräte werden nicht ausgegeben. Die Raumluft wird mehrmals pro Stunde durch Frischluft ausgetauscht. Kalt wird es dennoch nicht. Luft und Wasser haben eine Temperatur um die 30 Grad Celsius.

Der Montag bleibt wie bisher dem Schul- und Vereinssport vorbehalten. An allen anderen Tagen stehen Zeitfenster von je zwei Stunden zur Verfügung. Zwischen diesen erfolgen die Desinfektion und gründliche Reinigung des Bades.

Bruchköbel

Das Hallenbad in Bruchköbel öffnet am kommenden Montag, 19. Oktober. Eintrittskarten für die öffentlichen Badezeiten an Sonn- und Donnerstagen gibt es ab dem 17. Oktober unter tickets.bruchkoe bel.de zu kaufen. Die Tickets gelten für ein gebuchtes Zeitfenster. Auch für Kinder unter sechs Jahren, die freien Einritt haben, muss ein entsprechendes Online-Ticket im Wert von null Euro gebucht werden, damit die Kontaktdaten nachvollzogen werden können. Besucher sollten zudem ein Ausweisdokument mit sich führen, damit die Daten des Tickets damit abgeglichen werden können. Bei fehlender Übereinstimmung kann der Zutritt zum Hallenbad verwehrt werden. Das Ticket ist nicht übertragbar.

Für Bürger, die keine Möglichkeit haben, online Tickets zu erwerben, wird eine Buchungsstelle im Schwimmbad eingerichtet. Insgesamt 50 Badegäste dürfen sich gleichzeitig im Bad aufhalten. Das Babybecken sowie das Sprungbrett können nicht genutzt werden.

Erlensee

Unter Sicherheitsauflagen dürfen sich 85 Badegäste zeitgleich im Erlenseer Hallenbad aufhalten und unter Einhaltung der Mindestabstände ihre Bahnen ziehen. Duschen werden stellenweise abgestellt, damit die Badegäste ausreichend Abstand zueinander halten. Tickets gibt es nur an der Kasse (Jahres- und Mehrfachkarten behalten ihre Gültigkeit). Vor Ort muss jeder Besucher ein Kontaktblatt ausfüllen. Mit abgezählten Kleiderbügeln werden die Badegäste gezählt. „Jeder Gast erhält nach dem Lösen des Eintrittes einen Kleiderbügel, welcher beim Verlassen des Umkleidebereiches am Ausgang wieder abzugeben ist. „So haben wir eine permanente Kontrolle, wie viele Gäste sich im Hallenbad befinden“, sagt Betriebsleiter Markus Täufer. Der Warmbadetag an Sonntagen entfällt. Gäste werden gebeten, sich die ergänzende Haus- und Badeordnung zu Covid-19 vor dem Lösen des Eintritts auf der Homepage der Stadt Erlensee durchzulesen.

Nidderau

Das Nidderbad in Heldenbergen hat seit Mitte September wieder geöffnet. Die Besucher halten sich dort laut Mitteilung an die Corona-Regeln, die von der Badbetriebsleitung und der Amtsleitung entwickelt und von der Schwimmbadkommission und Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) abgenommen wurden. „Wir sind mit dem Konzept zufrieden, es hat sich in der Praxis bewährt“, bestätigt der stellvertretende Badbetriebsleiter Robert Weniger auf Anfrage.

Im Schwimmerbecken stehen drei Bahnen zur Verfügung, die im Kreisverkehr genutzt werden. Hinzu kommt eine Sportbahn. Allerdings, räumt Weniger ein, sei das Bad auch jetzt in den Herbstferien nicht in allen Zeitfenstern ausgebucht. „Sicher haben einige Leute Bedenken, da überall die Infektionszahlen steigen“, vermutet er. „Außerdem sind die Attraktionen wie die Wasserrutsche wegen Corona außer Betrieb. Deshalb kommen eher Familien mit ganz kleinen Kindern oder eben Schwimmer.“

Der Ticketverkauf erfolgt über den Online-Shop. Auch Besitzer von Jahres- oder Geldwertkarten benötigen ein E-Ticket, dadurch soll die Gästezahl auf höchstens 60 Personen begrenzt werden. Die Verweildauer im Bad gilt nur für den gewählten Zeitraum.

Gelnhausen

Tickets für das Hallenbad Gelnhausen können für festgelegte Zeitfenster ausschließlich an der Kasse gekauft werden. Hier ist die Zahl der Badegäste auf 100 begrenzt. Auch hier muss der Mundschutz bis nach dem Umziehen, beziehungsweise nach dem Schwimmen bis zum Ausgang getragen werden.

Im Schwimmerbecken dürfen sich maximal 40 Badegäste, im Nichtschwimmerbecken 20 aufhalten – Die Anzahl wird hier über Silikonarmbänder kontrolliert. Statt sechs Bahnen stehen drei Doppelbahnen zur Verfügung, in denen im Kreisverkehr geschwommen werden kann. Das Planschbecken kann von insgesamt acht Badegästen genutzt werden. Föhnen ist nur mit privaten Haartrocknern im Stiefelgang gestattet.

Freigericht

Im Freizeit und Familienbad „Platsch“ können Tickets nach dem Ausfüllen eines Informationsblatts ebenso direkt an der Kasse gekauft werden. Dabei können Besucher zwischen Zeitkarten mit der Badedauer von anderthalb oder zweieinhalb Stunden wählen. Tageskarten werden nicht angeboten. An der Kasse übergibt das Personal den Besuchern direkt einen Spintschlüssel. Die Anzahl der Besucher ist auf 95 begrenzt.

Ein Mundschutz muss im Eingangsbereich und immer dann getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen nicht eingehalten werden kann. Föhnen ist ausschließlich mit mitgebrachten Geräten an den dafür freigegebenen Steckdosen gestattet.

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