Starke Torausbeute: Varol Akgöz, Stürmer im Trikot des FC Hanau 93, bejubelte gestern auf den Hochstädter Kunstrasenplatz vier Treffer. Der HFC besiegte den FV Bad Vilbel mit 4:1.
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Starke Torausbeute: Varol Akgöz, Stürmer im Trikot des FC Hanau 93, bejubelte gestern auf den Hochstädter Kunstrasenplatz vier Treffer. Der HFC besiegte den FV Bad Vilbel mit 4:1.

HESSENLIGA

Akgöz ist der gefeierte Mann: Angreifer von Hanau 93 schießt beim 4:1 gegen Bad Vilbel alle Tore

  • vonGert Bechert
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Varol Akgöz hat gestern Abend (15. September 2020) eine wahre Torgala auf den Kunstrasenplatz des FC Hochstadt gezaubert. Der 33-Jährige, der im Januar dieses Jahres zum Fußball-Hessenligisten FC Hanau 93 gewechselt war, erzielte beim 4:1 (2:1)-Sieg über den FV Bad Vilbel alle vier Hanauer Tore.

Hanau/Maintal – Der erste Sieg in der Saison 2020/21 ist nach einem kampfbetonten, mit spielerischen Finessen gespickten Spiel unter Dach und Fach. Die 190 Zuschauer sahen einen Blitzstart der 93er, die bereits in der 8. Minute nach einer Rechtsflanke von Rico Kaiser durch Varol Akgöz 1:0 in Führung gingen. Zuvor hatte bereits Kaiser Patrick Gischewski (2.) in Szene gesetzt, dessen Seitfallzieher knapp das Tor verfehlte.

Die erste Chance bot sich Bad Vilbel in der 13. Minute, als ein Freistoß von Rodrigo Tiago an Freund und Feind vorbei ins Aus ging. Dies war zugleich ein Weckruf für das Team von Amir Mustafic. Es entwickelte sich in der Folge eine ausgeglichene Partie, wobei die Badestädter mehr und mehr Spielanteile für sich verbuchten.

Nach einem Fehlpass von Ljubisa Gavric nahm Vuk Toskovic (36.) das Leder volley, zielte aber knapp drüber. Wenig später drosch Dominik Emmel (38.) das Spielgerät im zweiten Anlauf über das Hanauer Gehäuse. Und wiederum nur eine Zeigerumdrehung darauf lenkte 93er Keeper Armend Brao einen Schlenzer von Tiago (39.) noch an die Latte. „Wenn es 1:1 nach 45 Minuten gestanden hätte, hätten wir uns nicht beschweren dürfen“, meinte 93er Teammanager Matthias Merten zur Halbzeit.

2:1-Führung für Hanau 93 zur Halbzeit

Stattdessen erhöhte der HFC aus dem Nichts in der 43. Minute auf 2:0. Erneut stand Akgöz nach einer Rechtsflanke goldrichtig. Die kalte Dusche folgte jedoch auf dem Fuß. Spielertrainer Michael Fink vertändelte gegen Yououdjeu Bonembe (45.) das Leder, der bullige Angreifer zog auf und davon und ließ Brao keine Chance: 2:1.

Der Anschlusstreffer zog jedoch keine Folgen nach sich. Die 93er kamen gestärkt aus der Kabine und rissen das Spiel wieder an sich. Lohn war das 3:1 erneut durch Torjäger Akgöz (58.) nach einer gelungenen Kombination über Gischewski und Kristijan Bejic, dessen flache Hereingabe der Ex-Offenbacher verwertete.

Mit der sicheren Führung im Rücken bestimmte der HFC in der Folge das Spiel, wobei sich Ghani Wessam Abdul auf der Sechs als Abräumer betätigte. Der sehr agile Gischewski (76.) hatte das 4:1 vor Augen, doch Gästekeeper Robin Orband lenkte seinen 16-Meterschuss noch zur Ecke.

Bad Vilbel hielt bis zum Schluss dagegen

Bad Vilbel gab sich nicht geschlagen und hatte in der 80. Minute eine Riesenchance zum Anschluss. Kapitän Hiroto Tochihara brachte das Kunststück fertig, eine Flanke zwei Meter vor der Torlinie noch über das Gehäuse zu bugsieren. Akgöz machte mit seinem vierten Streich in der Nachspielzeit alles klar. „Wir haben in der zweiten Halbzeit den Gegner besser in den Griff bekommen und die Vorgaben unseres Spielertrainers gut umgesetzt“, sprach Merten von einem verdienten Sieg, auch wenn er etwas zu hoch ausfiel.

Am kommenden Samstag (19. September 2020) empfängt Hanau 93 RW Hadamar an der Kastanienallee.

Hanau 93: Brao - Kaiser, Kara (79. Alessandro), Fink, Sentürk (89. Ries), Akgöz, Bejic, Gavric, Gogol (83. Sejdovic), Gischewski, Wessam Abdul
Bad Vilbel: Orband - Tiago, Tochihara, Saso, Gashi, Youondjeu, Toskovic, Emmel, Biehrer /70. Knauer), Safaridis (61. Lahchaychi), Thielmann (59. Boukayouh)
Tore: 1:0 Akgöz (7.), 2:0 Akgöz (44.), 2:1 Youondjeu (45. +1), 3:1 Akgöz (58.), 4:1 Akgöz (90. + 4)
Schiedsrichter: Meinhardt (Flieden)
Zuschauer: 190
Beste Spieler: Akgöz/ –

Von Gert Bechert

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