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Jubel oder Ernüchterung? Das ist die Frage für den FSV Bischofsheim.

Aufstieg oder Ligaverbleib?

FSV Bischofsheim ist frustriert über Hängepartie im Verband - "Läuft alles planlos"

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Gibt es doch noch ein Fünkchen Hoffnung in Sachen Aufstieg für den FSV Bischofsheim? Die Tür zur Gruppenliga ist durch die im Vorstand des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) neu entfachte Diskussion über die Aufstiegsregelung für die Teams auf den Relegationsplätzen nicht endgültig zu.

„Wenn wir in die Gruppenliga gespült würden, würden wir das gerne annehmen. Aber Hoffnungen machen wir uns nicht. Das bringt nichts“, sagt Klaus Pawlytko. Der Spielausschuss-Vorsitzende ist frustriert, dass sich eine Entscheidungsfindung so lange hinzieht. „Ich habe das Gefühl, dass das in Hessen alles so ein bisschen planlos vor sich hin läuft. Nach dem, was man aus den Medien mitbekommen hat, lief das in anderen Verbänden deutlich schneller ab.“

Pawlytko hat Verständnis dafür, dass eine endgültige Entscheidung aus juristischen Gründen erst auf dem vom HFV angekündigten virtuellen Verbandstag im Juni fallen kann. Dass es nach der Videokonferenz des Verbandsvorstands am vergangenen Samstag aber immer noch keinen Beschluss gibt, der vorsieht, was mit den Teams auf den Aufstiegsrelegationsplätzen passiert, ärgert ihn.

FSV Bischofsheim würde durch Quotientenregelung auf Rang zwei springen

Durch die Quotientenregelung, die nach dem Saisonabbruch zum Einsatz kommen soll, würde der FSV von Platz vier auf zwei der KOL-Tabelle springen. Dieser berechtigt normalerweise zur Teilnahme an der Relegation, in der je ein Vertreter der Staffeln Hanau, Offenbach, Büdingen und Gelnhausen einen Platz in der Gruppenliga ausspielen. Wenn alle vier Relegationsteilnehmer plus die vier Meister aufsteigen würden, hätte das eine aufgeblähte Gruppenliga mit 23 Vereinen zur Folge.

HFV-Vizepräsident Torsten Becker hält das für „schlichtweg nicht durchführbar“, erklärte er im HA-Interview. Eine Lösung mit zwei 12er-Gruppen lehnen ihm zufolge viele Vereine aufgrund der finanziellen Einbußen ab. Auch Pawlytko erscheint eine Liga mit 23 Teams „ein bisschen arg viel“. Die Option mit der Teilung der Gruppe sei zumindest denkbar. Vor allem, weil niemand wisse, wann die neue Spielzeit überhaupt starten könne. Falls nicht, hätte eine 12er-Gruppe auch ihren Vorteil, da weniger Spiele ausgetragen werden müssten.

Ungewissheit für Vereine - Planungen liegen auf Eis 

Sollte mit der Quotientenregelung der beste der vier Relegationsteilnehmer als Aufsteiger ermittelt werden, würde der FCA Gedern aus der Kreisoberliga Büdingen aufsteigen. Bischofsheim ginge leer aus. „Wir stehen also weiter zwischen Tür und Angel und müssen abwarten“, sagt Pawlytko. Die Planungen für die neue Saison liegen auf Eis. Vom jetzigen Kader sollen ligaunabhängig viele Spieler gehalten werden. „Wir hoffen, dass ein Großteil bleibt. Wasserstandsmeldungen wird es keine geben“, so Pawlytko, dessen Verein sich entschieden hat, das eingeschränkt mögliche Training nicht wieder aufzunehmen: „Solange das Kontaktverbot gilt, macht das für uns wenig Sinn.“

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