Optimistisch ist Stefan Wagner, dass der TVL wieder eine gute Rolle spielen wird.
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Optimistisch ist Stefan Wagner, dass der TVL wieder eine gute Rolle spielen wird.

Interview

Gut vorbereitet für eine Mammutsaison: TV Langenselbolds Coach Stefan Wagner befürchtet Spielverlegungen

Langenselbold – Seit Mai 2018 steht Stefan Wagner bei den Landesliga-Handballerinnen des TV Langenselbold in der Verantwortung. Der Coach, der davor den Frauen-Oberligisten SG Bruchköbel trainiert hat, ist mit dem TVL in der vergangenen Saison haarscharf am Aufstieg in Hessens höchste Liga vorbeigeschrammt. Für diese aufgrund der Corona-Pandemie sehr ungewisse Saison, die am Wochenende startet, gibt der Coach das Saisonziel „oben mitspielen“ aus. Außerdem freut sich der Trainer über einen Neuzugang.

Das Saisonende 2019/20 kam vier Spieltage vor Schluss sehr abrupt – wie war das für euch?
Wäre zwei Wochen früher Schluss gewesen, wären wir in die Oberliga aufgestiegen. So sind wir Vizemeister geworden. Aber es war natürlich die richtige Entscheidung und meine Spielerinnen konnten etwas länger die Füße hochlegen.
Verlief eure Vorbereitung dann normal?
Ja, bis auf die Tatsache, dass nicht immer alle Spielerinnen anwesend sein konnten – aber das hat nichts mit Corona zu tun, sondern mit Arbeit und Prüfungen. Wir haben Ende Juni das Training wieder aufgenommen und uns auch zu teambildenden Maßnahmen wie Stand-Up-Paddeln oder Paintball getroffen. Jetzt lechzt meine Mannschaft nach dem Saisonauftakt.
Wie wird die Saison aus Ihrer Sicht verlaufen?
Da die Staffel größer geworden ist, werden wir mit den 26 Spielen erst Ende Mai durch sein. Fallen dann Spiele wegen Corona aus, sind wir schnell im Juni. Das ist sehr lang.
Fühlen Sie sich mit Ihrer Mannschaft für den Start gerüstet?
Auf jeden Fall. Die Testspiele verliefen erfolgreich, wobei mir die Ergebnisse egal sind. Aber unsere Abwehr hat mich überzeugt und wir konnten viele verschiedene Konstellationen ausprobieren.
Neben Natascha Arendes fallen mit Katharina Höntsch und Svenja Roppel zwei Leistungsträgerinnen längerfristig aus. Wie wollen Sie diese Ausfälle kompensieren?
Wir haben mit Vanessa Becker aus Sulzbach eine gestandene Außenspielerin gewonnen. Dazu kommen unsere eigenen Talente: Vivien Niedt für Kreis und Rückraum sowie Allrounderin Ana Lena Alig Galera. Und natürlich Linda Barnack, die schon in der letzten Saison eine starke Leistung im Tor gezeigt hat. Wo wir momentan stehen, werden die ersten Spiele zeigen. Wir wollen wieder eine gute Rolle in der Landesliga Süd spielen.

Das Gespräch führte Katja Vügten

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