Einsatzbereit: Offensivstratege Cem Kara könnte gegen Flieden wieder auflaufen. 
Archivfoto: Scheiber
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Einsatzbereit: Offensivstratege Cem Kara könnte gegen Flieden wieder auflaufen.

HESSENLIGA

Hanau 93 ist vor Flieden gewarnt - Kara vor Comeback, Teilentwarnung bei Jourdan

Fußball-Hessenligist FC Hanau 93 hat am Samstag mit dem SV Buchonia Flieden einen aktuell sehr formstarken Tabellennachbarn an der Kastanienallee zu Gast. Nach der knappen, aber verdienten 1:2-Niederlage bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz ist der nächste Vergleich mit einem osthessischen Team für die Elf von Spielertrainer Michael Fink richtungsweisend: Nur mit einem Sieg kann der HFC in der Tabelle weiterhin nach oben blicken.

Hanau – Die Gäste aus dem Königreich sind seit dem 23. September ungeschlagen. Am vergangenen Wochenende gewann die Buchonia klar mit 3:0 gegen den 1. FC Erlensee. „Das ist eine körperlich sehr präsente Mannschaft, die auch bei Standardsituationen sehr gefährlich ist“, hat Michael Fink großen Respekt vor dem Gegner. Der Ex-Profi fordert von seinem Team vollen Einsatz und richtiges Dagegenhalten. „Mit Jugendfußball werden wir gegen Flieden keine Chance haben“, meint Fink.

Ungewohnt, aber für den Trainer gewiss einmal wohltuend: Als Vorbereitung auf das Heimmatch hatten Fink und Co-Trainer Ioannis Takidis eine komplette Trainingswoche zur Verfügung: „Die gefühlt erste in dieser Saison“, schmunzelt Fink. Doch mit dem „Relaxen“ ist es bald vorbei: Ab der kommenden Woche beginnen wieder die Englischen Wochen.

Mit Nachholpartien und einem Pokalspiel ist der Terminplan des HFC gut gefüllt. „Das Verletzungsrisiko ist recht hoch“, sagt der Ex-Profi und ist froh, dass sein Kader in dieser Saison so breit aufgestellt ist, dass er auch bei Ausfällen noch gut rotieren kann. Unter der Woche sammelte Salvatore Bari im B-Team bei der 5:10-Niederlage gegen den FC Bayern Alzenau II Matchpraxis. „Für einen Einsatz über 90 Hessenliga-Minuten reicht es aber längst noch nicht“, legt sich Fink fest.

Cem Kara hofft auf sein Comeback bei Hanau 93

Gänzlich pausieren muss Neuzugang Dominique Jourdan. In Fulda schied der Innenverteidiger bereits in der Anfangsviertelstunde aus. Der zunächst befürchtete Muskelfaserriss stellte sich bei der Untersuchung aber nicht heraus, es handelt sich wohl nur um eine Zerrung. Fink rechnet mit einer Pause von sieben bis zehn Tagen. Zu Wochenbeginn fehlte mit Ljubisa Gavric ein weiterer Innenverteidiger krankheitsbedingt. Sollte er nicht rechtzeitig fit werden, muss Fink improvisieren. Tarik Sejdovic und der wiedergenesene Semih Sentürk kämen für die zentrale Defensivposition ebenso infrage.

Weiter vorne steht Cem Kara vor seinem Comeback. Der vom FC Gießen nach Hanau gewechselte Offensivspieler ist wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und voll belastbar. Von Karas Ideen könnte das zuletzt in Hanau etwas uninspiriert wirkende Offensivspiel der 93er durchaus profitieren. Definitiv ausfallen wird der an der Schulter verletzte Gianluca Alessandro.

Zu verteidigen gilt es eine makellose Heimbilanz. Vier Mal genoss Hanau 93 bislang in dieser Hessenligasaison Heimrecht, heraus kamen die vollen zwölf Punkte und ein beeindruckendes Verhältnis von 14:2-Treffern. Die meisten davon gingen auf das Konto von Varol Akgöz, der erstmals seit mehreren Spielen im Fuldaer Johannisaustadion leer ausging und jetzt wieder treffen will.  fs

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