Alter Bekannter: Eryk Kaluzinski (Nummer 13) war einst selbst für die TGS Niederrodenbach aktiv, jetzt sitzt der ehemalige Bundesligaspieler auf der Trainerbank.  
Archivfoto: Roland Adrian
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Alter Bekannter: Eryk Kaluzinski (Nummer 13) war einst selbst für die TGS Niederrodenbach aktiv, jetzt sitzt der ehemalige Bundesligaspieler auf der Trainerbank.

Interview

TGS Niederrodenbach-Trainer Eryk Kaluzinski über Erkenntnisse der Vorbereitung und Corona-Bedenken

Rodenbach – Eryk Kaluzinski hat zur neuen Saison das Traineramt in Niederrodenbach übernommen. Der 43-Jährige kann als Spieler auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken, wurde einst Torschützenkönig in der 2. Liga und stieg mit Eisenach in die Bundesliga auf. Beim Drittligisten TV Gelnhausen ließ er seine Karriere ausklingen. In Niederrodenbach, wo er als Spieler ebenfalls kurz aktiv war, tritt er als Nachfolger von Aufstiegstrainer Damir Hundur in große Fußstapfen. Im Interview spricht Kaluzinski über die neue Liga, die ungewöhnliche Vorbereitung und die Ziele mit seiner Mannschaft.

Wie verlief die Vorbereitung während der Corona-Pandemie?
Wir sind am 1. Juni in die Vorbereitung gestartet. Zwischenzeitlich mussten wir wegen steigender Infektionszahlen noch einmal eine Pause einlegen. Die zweite Vorbereitungsphase, aus der wir aktuell kommen, war schon verdammt lang. Die Stimmung in der Mannschaft ist aber sehr gut, alle fiebern dem Start entgegen. Bleibt zu hoffen, dass uns Corona keinen Strich durch die Rechnung macht.
Welche Erkenntnisse haben Sie in den letzten Wochen über Ihre Mannschaft gewonnen?
Wir haben einige Testspiele bestritten, in denen ich viele positive Dinge erkennen konnte. Feilen müssen wir noch am Timing. Die Spielzüge an sich sind ja keine Neuerfindung. Wir sind insgesamt gut aufgestellt, praktizieren verschiedene Abwehrvarianten und spielen einen schnellen Handball.
Zur Mannschaft sind mit Florian Juli und Felix Grünbacher zwei externe Neuzugänge gestoßen. Sind die beiden bereits in der Mannschaft angekommen?
Auf jeden Fall. Felix Grünbacher fand sich schnell zurecht. Er ist flexibel einsetzbar, macht nicht nur im Rückraum, sondern auch als Kreisläufer eine gute Figur. Florian Juli ist ein guter Bekannter aus früheren Zeiten. Er stellt in unserem Rückraum ebenfalls eine enorme Verstärkung dar. Momentan haben wir zwar nur einen Linkshänder, sind aber auf allen Positionen doppelt besetzt.
Wer ist für Sie der Favorit in der Landesliga?
Corona, denn es kann sein, dass schon nach zwei Wochen wieder Schluss ist. Einen echten Favoriten auszumachen, finde ich schwer – eventuell Gelnhausen.
Wo wollen Sie sich am Ende der Saison wiederfinden?
Unser erklärtes Ziel ist der Klassenerhalt. Allerdings drücke ich dies lieber in Zahlen aus. Wir haben uns dazu mit der Mannschaft besprochen und uns ein kurz- und langfristiges Ziel gesetzt – mal sehen, wo wir nach sechs Wochen stehen. Dann sehen wir weiter.

Das Gespräch führte Katja Vügten

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