„Ich werde den Verein nicht im Stich lassen“: Savas Erinc will in Corona-Zeiten ein Vorbild sein und hält dem SC 1960 Hanau die Treue. archiv
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„Ich werde den Verein nicht im Stich lassen“: Savas Erinc will in Corona-Zeiten ein Vorbild sein und hält dem SC 1960 Hanau die Treue. archiv

Fußball-Verbandsliga

SC 1960 Hanau will mit Coach Savas Erinc in die Hessenliga

Fußball-Verbandsligist SC 1960 Hanau setzt auf personelle Kontinuität und befeuert zugleich ehrgeizige Ziele. Der Vertrag mit Trainer Savas Erinc wurde vorzeitig bis zum 30. Juni 2022 verlängert. In gut anderthalb Jahren wollen die Hanauer dann Hessenligist sein.

Hanau – Mit Hilfe von gezielten Verstärkungen soll in der kommenden Saison der Aufstieg gelingen. „Das ist ganz klar unser Ziel“, betont der Sportliche Leiter des HSC, Baris Bayval. Dass die Blicke bei den in der derzeit unterbrochenen Saison nur auf einem enttäuschenden 15. Tabellenplatz der Verbandsliga Süd rangierenden Hanauern mutig nach vorne gerichtet werden, war für den 34-jährigen Erinc, der zusätzlich auch als Scout für den Bundesligisten TSG Hoffenheim arbeitet, die Grundvoraussetzung für seine Zusage.

Auch Co-Trainer Berkan Güngör bleibt

Mit Erinc, der im Sommer in seine dritte Saison als Chefcoach der 1960er startet, bleiben auch die beiden Co-Trainer Berkan Güngör und Patrick Koch an Bord. Die Gespräche mit den Spielern sind ebenfalls bereits angelaufen. Noch steht nicht fest, ob die aktuelle unterbrochene Runde noch zumindest bis Ende der Vorrunde fortgesetzt wird, gesprochen wird aber schon über den Start der neuen Saison. „Sollte die Vorrunde noch zu Ende gespielt und gewertet werden, dann bin ich davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden“, erläutert Savas Erinc. Seine Vertragsverlängerung erfolgte ligaunabhängig. „Wir sind bei 1960 Hanau, was das Verhältnis Spieler, Trainer, Vorstand betrifft, in den vergangenen Wochen und Monaten ähnlich wie eine Familie zusammengerückt. Gerade in schweren Corona-Zeiten wollte ich vorneweg gehen und werde den Verein nicht im Stich lassen.“ Die Spieler des Verbandsligisten scheinen eine ähnliche Einstellung zu haben. „Zu etwa 90 Prozent wird der aktuelle Kader in der kommenden Saison zusammenbleiben“, verrät Sportchef Baris Bayval.

Verbandsligist setzt auf personelle Kontinuität

Der ambitionierte Verbandsligist setzt somit auf personelle Kontinuität, die zugegebenermaßen in den vergangenen Jahren nicht immer beim im Herbert-Dröse-Stadion spielenden Fußballverein zu spüren war. Häufige Trainerwechsel und Kaderumwälzungen in nahezu jeder Wechselperiode haben mehrere Umbrüche nötig gemacht. „Ich habe gerade eine tolle Mannschaft. Wir haben vor dieser Saison viele junge Spieler dazugewonnen. Sie sollen sich weiterentwickeln, doch wir möchten auch Führungsspieler dazu holen, um neue Motivationspunkte zu setzen – auch für unsere Anhänger“, erklärt Erinc. Ein offensiv formuliertes Saisonziel soll dann Teil der Strategie sein. „Ich sehe das sehr positiv, denn wir werden unsere Strukturen weiter verbessern und noch attraktiver werden“, glaubt Bayval.

Und er sieht wie auch Erinc großes Potenzial innerhalb des SC 1960 Hanau schlummern. Trotz Corona-Krise seien die Perspektiven und finanzieller Spielraum für die ehrgeizigen Ziele vorhanden. „Wir würden nicht offen über den Aufstieg reden, wenn wir nicht in der Lage wären, ein solches Projekt auch gemeinsam umzusetzen“, ergänzt Baris Bayval. (Von Frank Schneider)

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