Miguel Torcuatro Trainer Christos Tsifnas und Felix Pieczyk von Germania Großkrotzenburg
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Auftakt im Oberwaldstadion: Germania-Trainer Christos Tsifnas begrüßt die Neuzugänge Miguel Torcuatro (links) und Felix Pieczyk (rechts).

Klassenerhalt im Blick

Verbandsliga: Germania Großkrotzenburg startet mit dem Training - Verein setzt sich bescheidene Ziele

Großkrotzenburg – Mit den Neuzugängen Miguel Torcuatro (SG Barockstadt Fulda-Lehnerz) und Felix Pieczyk (FC Bayern Alzenau II) ist der Fußballclub Germania Großkrotzenburg in die Vorbereitung auf die neue Saison in der Verbandsliga Süd gestartet.

Von Frank Schneider

Der vom bayerischen Landesligisten Alemannia Haibach verpflichtete Marvin Rehm verpasste den Auftakt ebenso wie der neue Co-Trainer Dennis Rauch urlaubsbedingt.

Klassenerhalt als Ziel: Germania Großkrotzenburg gibt sich bescheiden

Trotz einer zuletzt sorgenfreien Runde in die Zielsetzung im zweiten Jahr nach dem Aufstieg bescheiden. Cheftrainer Christos Tsifnas und der Sportliche Leiter Matthias Filbrich nennen den Klassenerhalt als primäres Ziel.

Das Team steht nach dem Karriereende von Leitwolf Robin Prey sowohl sportlich als auch hierarchisch vor einer Neuorientierung, zudem ist die Personalplanung noch nicht abgeschlossen. Neben dem von Prey müssen noch die Abgänge von Ali Mahboob (Spvgg. Oberrad), Tim Hosemann (VfB Großauheim) und Noah Knezovic (Ziel unbekannt) kompensiert werden.

Germania Großkrotzenburg würde Kader gerne verbreitern

Bislang sind 21 Spieler im Kader fix, doch auf dem Wunschzettel von Tsifnas stehen noch ein paar Namen. Zwei oder drei Neuzugänge würde der Coach gerne noch aufnehmen und sieht auf den Außenbahnen sowie in der zentralen Mittelfeldposition den größten Bedarf.

Dass Tsifnas von seinen Akteuren eine hohe Flexibilität erwartet, steht dabei außer Frage. „Ein guter Außenbahnspieler kann sowohl offensiv als defensiv spielen, ein Zehner im Mittelfeld sollte sich auch auf der defensiveren Sechs zurechtfinden, und umgekehrt“, erläutert der 45-Jährige.

Kapitänsfrage bei Germania Großkrotzenburg noch ungeklärt

Auffällig: Vor dem Warmmachprogramm tauschte sich Tsifnas intensiv mit André Althaus aus. Der langjährige Leistungsträger wird nach dem Abschied von Prey wohl gemeinsam mit dem vom FC Hanau 93 zurückgekehrten Tim Franz auf dem Platz den Ton ausgeben.

Es wäre auch keine Überraschung, wenn einer der beiden der neue Spielführer wird. Aufgrund ihres Alters und ihrer sportlichen Vita wären Franz und Althaus prädestinierte Kandidaten. „Ich habe diesbezüglich gewisse Gedankengänge, doch für eine Entscheidung in der Kapitänsfrage ist es noch zu früh, da ich erst noch verschiedene Gespräche führen möchte“, erläutert Tsifnas.

Germania Großkrotzenburg fühlt sich wohl in der Verbandsliga

In der Trainingsarbeit liegt der Schwerpunkt zunächst auf der Grundlagenausdauer. „Jede Einheit wird aber mit einer Spielform mit Ball enden, die Spieler sollen schließlich mit einem guten Gefühl nach Hause gehen“, so Tsifnas, der den guten Mittelfeldplatz der Vorsaison mit seinem Team gerne bestätigen würde.

„Wir haben festgestellt, dass die Verbandsliga eine schöne Spielklasse für uns ist, deshalb möchten wir uns gerne dort etablieren“, erklärt Matthias Filbrich.

Verbandsliga: Germania Großkrotzenburg will junge Spieler verpflichten

Dass sein Trainer sich noch die eine oder andere Verstärkung wünscht, weiß der Sportliche Leiter. Die aufgrund der Corona-Krise eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten des Vereins machen es aber nicht einfach, gestandene Verbandsligaspieler anzulocken.

„Wir schielen daher auch auf junge Spieler, die in Nachwuchsleistungszentren höherklassiger Vereine ausgebildet wurden und nun im Seniorenbereich ihre ersten Schritte gehen wollen“, ergänzt Filbrich.

Germania Großkrotzenburg: Erste Testspiele stehen bereits fest

Erstmals Matchpraxis wird das neue Team am kommenden Sonntag im Test beim Hanauer Kreisoberligisten FC Germania Niederrodenbach (Anstoß 11 Uhr) sammeln. Bereits am Mittwoch, 5. August, wartet auf die Tsifnas-Elf ein Vorbereitungskracher. Mit dem bayerischen Regionalligisten Viktoria Aschaffenburg wird ein Traditionsverein im Oberwaldstadion zu Gast sein.

Tsifnas hat die Partie über seine guten Kontakte zu Viktoria Trainer Jochen Seitz und dessen Co-Trainer Gerald Mai ausgemacht. Der Verbandsligist erhofft sich einige Besucher und hat dafür auf dem Sportgelände schon Vorkehrungen für ein Hygienekonzept getroffen, um den Zuschauern auch in Coronazeiten bestmögliche Sicherheit zu bieten.

Pflichtspielauftakt im Pokal gegen A-Ligisten

Weitere bislang feststehende Testgegner sind: TSV Kassel (A/9. August), FC Gelnhausen (H/13. August), SVG Steinheim (H/16. August), SG Marköbel (A/19. August).

Im Kreispokal ist der Verbandsligist am 23. August im Derby beim A-Ligisten VfB Großauheim gefordert und klar in der Favoritenrolle. Im wahrscheinlichen Viertelfinale würde es am Donnerstag, 27. August in Großkrotzenburg zum Verbandsliga-Duell gegen den SC 1960 Hanau kommen.

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