Kamil Piechucki, Headcoach der White Wings Hanau, strebt 2021 Verbesserungen an.
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Kamil Piechucki, Headcoach der White Wings Hanau, strebt 2021 Verbesserungen an.

Basketball: White Wings müssen in Gießen bestehen

White Wings Hanau wollen im neuen Jahr besser Basketball spielen

  • Stefan Moritz
    vonStefan Moritz
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Für die Ebbecke White Wings beginnt das neue Jahr gleich mit dem nächsten spannenden Auswärtsspiel in der Division ProB: Am Sonntag (18 Uhr) treten die Hanauer Drittliga-Basketballer bei den Gießen 46ers Rackelos an. Die haben zwei Siege mehr auf dem Konto und drei ihrer vier Heimspiele gewonnen. Nur gegen Tabellenführer Koblenz gab es eine knappe 80:82-Niederlage, den Tabellendritten FC Bayern II, den Vierten Coburg und den Fünften Dresden bezwangen die Gießener. Durchaus beachtliche Ergebnisse.

Hanau – Mut aber macht den Hanauern, die beim 77:71 nach Verlängerung beim TSV Oberhaching jüngst am vergangenen Montag ihren dritten Saisonsieg erkämpften, dass sie die Gießener kürzlich schon einmal bezwungen haben: Mit 72:64 im Hinspiel, das nach der coronabedingten Verlegung vom Saisonstart erst am 6. Dezember stattfand. Sie haben also gezeigt und gesehen, dass sie die Gießener bezwingen können.

Piechucki: „2021 besser spielen.“

Dafür dürfte aber eine stärkere Leistung nötig sein als zuletzt beim TSV Oberhaching. „Da haben wir einige Male etwas kopflos gespielt“, hat White-Wings-Cheftrainer Kamil Piechucki bilanziert. Immer wieder quer durchs gesamte Team hatten die Hanauer beste Chancen zu punkten ausgelassen. „Da waren gleich mehrere völlig freie Korbleger ohne Gegenspieler dabei, die aber leider nicht im Korb landeten“, berichtet White-Wings-Geschäftsführer Sebastian Lübeck. In der Folge verspielte das Team mehrfach eigentlich schon recht komfortable Vorsprünge, so dass es zum Ende hin wieder knapp wurde und das Spiel letztlich nur auf Messers Schneide gewonnen wurde. „Dieses Vergeben von Großchancen zieht sich leider ein bisschen wie ein roter Faden durch die Saison und bereitet uns immer wieder Probleme“, sagt Lübeck. Trainer Piechucki betont allerdings: „Unser Blick geht jetzt nach vorne. Der Fokus liegt darauf, 2021 besser zu spielen.“

Gießen hat neuen US-Profi verpflichtet

Um in Gießen erfolgreich zu sein, wird auf jeden Fall wieder eine starke Teamleistung der White Wings nötig sein. Wie im Hinspiel sollten sie den Kampf um die Rebounds gewinnen (in Hanau 45:38) und möglichst wieder eine bessere Trefferquote bei den Freiwürfen erreichen (in Hanau 15/20 gegenüber nur 10/20 von den Gießenern). Erschwert wird diese Aufgabe dadurch, dass die Rackelos, die sich kurz vor dem Hinspiel in Hanau von ihren beiden US-Profis getrennt hatten und daher personell geschwächt angetreten waren, inzwischen einen neuen US-Profi verpflichtet haben: Den 33 Jahre alten Distanzschützen Donte Nicholas, der bis April diesen Jahres für den Pro-A-Ligisten Rostock Seawolves gespielt hatte.

In seinen ersten beiden Einsätzen für Gießen, bei den Heimsiegen gegen den FC Bayern II und Coburg, kam Nicholas auf 15 und 16 Punkte, holte sechs und acht Rebounds und verwandelte 10/15 und sogar 10/10 Freiwürfe. Ihn gilt es also zusätzlich in den Griff zu bekommen (und nicht zu oft an die Freiwurflinie gehen zu lassen), neben den Power Forwards Johannes Lischka (35 Punkte, 10 Rebounds gegen Coburg) und Tim Uhlemann (33 Punkte, 7 Rebounds gegen den FC Bayern II). Auch im Hinspiel waren Lischka (17 Punkte, 13 Rebounds) und Uhlemann (18 Punkte, 6 Rebounds) die herausragenden Gießener. Damals aber hatten sich schlussendlich die White Wings, angeführt von Felix Hecker und Till-Joscha Jönke durchgesetzt. Entsprechend ist wieder ein spannendes Spiel zu erwarten.

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