Hanaus Spielmacher Justus Peuser (rechts) zeigte sich gegen Speyer verbessert und kam auf neun Punkte. Sein Teamkollege Eduard Arques Lopez (Nummer 44) steuerte sogar 14 Zähler zum ungefährdeten 91:68 bei.
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Hanaus Spielmacher Justus Peuser (rechts) zeigte sich gegen Speyer verbessert und kam auf neun Punkte. Sein Teamkollege Eduard Arques Lopez (Nummer 44) steuerte sogar 14 Zähler zum ungefährdeten 91:68 bei.

Basketball: 91:68 gegen Schlusslicht Speyer

White Wings Hanau zeigen Teambasketball ohne Schwächephase

  • Jörn Polzin
    vonJörn Polzin
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Revanche geglückt: Mit dem 91:68 (51:33) gegen Schlusslicht BIS Baskets Speyer betrieben die Ebbecke White Wings Hanau nicht nur Wiedergutmachung nach der Hinspielpleite, sondern feierten den höchsten Saisonsieg in der 3. Basketball-Liga, ProB. Ein Erfolg, der die Play-off-Ambitionen des Tabellenachten unterstrich – und die Verantwortlichen sehr zufrieden stimmte.

Hanau – „Wir waren endlich mal von der ersten Minute bis ins Schlussviertel mit hoher Konzentration und Intensität dabei. Diesmal gab es auch keine blöden Ballverluste. Egal wer auf dem Feld stand, der Teambasketball hat funktioniert“, betonte Geschäftsführer Sebastian Lübeck. Vor der Begegnung hatte er noch die Bedeutung herausgestrichen, beim 51:33 zur Pause war er „vorsichtig optimistisch“, und nach dem 73:52 (30.) war ihm klar, „dass hier nichts mehr schiefgehen wird“.

Starke Arbeit unter den Körben

Zu dominant und kontrolliert traten die Gastgeber auf, zumindest ab dem zweiten Viertel. Zuvor hatten die Gastgeber zwar offensiv überzeugt, doch Speyer hielt ordentlich dagegen. Ein Drei-Punkte-Spiel von Omari Knox sicherte den knappen 20:19-Vorsprung nach zehn Minuten. Im zweiten Durchgang fanden die White Wings dann immer besser in ihren Rhythmus, agierten mit Übersicht und effektiv. Größter Unterschied im Vergleich zum Hinspiel: die Arbeit unter den Körben. In Speyer hatten die Hanauer noch ohne die Center Josef Eichler und Michael Acosta Marte antreten müssen, die ihrem Team nun deutlich mehr Präsenz verschafften.

Speyer versuchte durch wechselnde Defensivstrategien darauf zu antworten – ohne Erfolg. Auch in der Defensive spielten die White Wings mit viel Druck, ließen dank ihrer Pressverteidigung kaum freie Würfe zu. Der stetig wachsende Vorsprung brachte Speyer zunehmend unter Zugzwang. Zwar spielten die Gäste unterm Strich eine bessere zweite Hälfte und gewannen das letzte Viertel knapp mit 18:19 – das konnten die Gastgeber aber verschmerzen.

Coach wechselt früh munter durch

„Wir haben uns bewiesen, dass wir mit einer solchen Konstanz auftreten können“, sagt ein zufriedener Trainer Kamil Piechucki nach dem Spiel. Zu keiner Sekunde hatte das Team sich eine Schwächephase geleistet. So konnte es sich der Coach erlauben, schon früh munter durchzuwechseln und die Spielzeit auf viele Schultern zu verteilen. Auch Marko Dordevic und Jonas Stenger kamen zum Einsatz, kein Spieler stand mehr als 24 Minuten (Malik Kudic) auf dem Parkett.

Bei aller Freude über den gelungenen Auftritt, wussten die Verantwortlichen das Ergebnis richtig einzuordnen. Denn der Gegner brachte ein großes Handicap mit in die Main-Kinzig-Halle. Speyer muss wegen der hohen Infektionszahlen in der Stadt seit Dezember für das Training nach Bad Dürkheim ausweichen und darf keine Heimspiele absolvieren. „Man hat ihnen in einigen Situationen deutlich angemerkt, dass der Rhythmus und die Abstimmung fehlen“, räumt Lübeck ein. „Ansonsten haben sie einen sehr ordentlichen Kader mit einigen erfahrenen Spielern.“

In Folge dieser Einschränkungen haben die Baskets erst sechs Partien absolviert, auf weniger bringen es nur die Löwen Erfurt (5), die im Nachholspiel am Mittwoch (18 Uhr) in Hanau gastieren. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt also nicht. „Wir feiern den Sieg gegen Speyer nicht. Wir müssen uns vorbereiten und bereit für das kommende Spiel sein“, betont Piechucki. Das klar gesteckte Ziel: der vierte Heimsieg.

White Wings: Arques Lopez (14 Punkte), Peuser (9), Eichler (2), Knox (14), Jönke (11), F. Hecker (11), Acosta Marte (9), Fichtner (7), Kudic (14), P. Hecker, Dordevic, Stenger

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