Ab durch die Mitte: Till-Joscha Jönke, der sich hier gleich gegen zwei Düsseldorfer durchsetzt, soll die White Wings auch heute in Karlsruhe wieder anführen.
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Ab durch die Mitte: Till-Joscha Jönke, der sich hier gleich gegen zwei Düsseldorfer durchsetzt, soll die White Wings auch heute in Karlsruhe wieder anführen.

PRO B

„Wilde Konstellation“ für White Wings vor letztem Spiel der ersten Play-off-Runde

  • vonChristian Düncher
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Sebastian Lübeck kann es immer noch nicht glauben. Nachdem die White Wings Hanau mit einer Niederlage in die erste Gruppenphase der Play-offs gestartet waren, hatte sich der Geschäftsführer des Basketball-Drittligisten gedanklich bereits mit dem Saison-Aus abgefunden.

Hanau – Doch nach dem überraschenden 90:78 gegen Düsseldorf haben die Grimmstädter vor der abschließenden Partie am heutigen Mittwoch (7. April) in Karlsruhe (19.30 Uhr) plötzlich wieder gute Chancen auf das Weiterkommen.

„Die Konstellation ist wild, weil in unserer Gruppe noch alles passieren kann“, erklärt Lübeck. „Klar ist: Wenn wir in Karlsruhe gewinnen, sind wir mit zwei Siegen aus drei Spielen schon recht weit vorne dabei, was das Weiterkommen anbelangt.“ Zumal nach den bisherigen Eindrücken davon auszugehen ist, dass Bochum seine zwei noch ausstehenden Partien gewinnen wird. „Es sieht also fast danach aus, dass wir im Falle eines Sieges in Karlsruhe sicher als Gruppenzweiter weiter kommen würden. Wenn wir verlieren, hätte Karlsruhe hingegen schon zwei Siege. Und Bochum würde uns sicher auch noch überholen.“

White Wings haben das Weiterkommen in der eigenen Hand

Die White Wings haben es also aller Voraussicht nach selbst in der Hand, ob sie in den Play-offs bleiben. In der nächsten Phase würden die zwei besten Teams der Hanauer Gruppe auf die WWU Baskets Münster und wohl auf Bayern München II treffen. Der Erste und Zweite ziehen in die K.o.-Runde ein. Um weiter von dieser träumen zu dürfen, muss aber erst mal Karlsruhe besiegt werden. In der Hauptrunde trafen beide zweimal aufeinander. Jedes Team war einmal erfolgreich. Lübeck geht daher von einem „50:50-Spiel“ aus.

Das Momentum spricht für die White Wings. „Man hat am Wochenende schon gemerkt, dass die Jungs heiß sind, weil sie aufgrund der Ausfalls unserer Big-men-Regie niemand auf der Rechnung hat“, berichtet Lübeck. „Man muss sie nicht großartig pushen oder motivieren, das machen sie selbst. Das gesamte Drumherum mit Verletzungen und mehrfacher Quarantäne spielt mit Blick auf die Stimmung gar keine Rolle. Der Fokus ist ganz auf den Einzug in die nächste Runde gerichtet.“

Eduard Arquez Lopez ist angeschlagen

Allerdings müssen die Hanauer mit den verletzten Josef Eichler (2,01 Meter) und Matthias Fichtner (1,98) weiter auf zwei große Spieler verzichten. Zudem zog sich Eduard Arquez Lopez (2,02) in der Partie gegen Düsseldorf eine Zerrung zu. Die Chancen auf einen Einsatz beziffert Lübeck ebenfalls auf 50:50. „Es wäre natürlich eine zusätzliche Schwächung, wenn der letzte verbliebene große Spieler ausfallen würde. Zumal das auch der Grund für unsere Niederlage im Hinspiel in Karlsruhe war“, erklärt der Geschäftsführer, für den der Gegner „kein typischer Aufsteiger“ ist: „Karlsruhe wurde nicht ohne Grund Vierter in unserer Staffel. Das ist schon einiges an Potenzial und Qualität vorhanden, gerade wenn man sich deren große Leute anschaut. Das ist insgesamt ein extrem starkes Team, das klar nach oben schielt.“ (Von Christian Düncher)

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