Große Teile Deutschlands wurden am Wochenende von Unwetter heimgesucht. (Symbolfoto)
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Große Teile Deutschlands wurden am Wochenende von Unwetter heimgesucht. (Symbolfoto)

Abwasserverband berichtet

Unwetter-Chaos im Kreis Fulda: Darum hätten die Schäden noch größer sein können

Die vom Abwasserverband geschaffenen Regen-Rückhaltebecken haben am Samstag noch größere Schäden verhindert. Bei übergroßen Regenmassen kämen die Kanäle aber an ihre Grenzen, sagt Geschäftsführer Jürgen Fehl.

Fulda - Eine Regenmenge von 49,7 Litern in einer Stunde – für den Deutschen Wetterdienst ist das für den Raum Fulda* ein Ereignis, das einmal in einem Jahrhundert zu erwarten ist. Im Stadtgebiet wurden am Samstagabend aber tatsächlich bis zu 70 Liter gemessen. „Solche Mengen können mit vertretbarem Aufwand nicht durch die Straßenkanäle abgeführt werden“, sagt Fehl. Bei diesen Mengen spiele auch die Bodenversiegelung kaum noch eine Rolle.

Für den Hochwasserschutz von Bronnzell hat der Abwasserverband von 2016 bis 2019 vier Rückhaltebecken am Engelhelmbach gebaut. Der Bereich war jetzt aber nur wenig betroffen. „Für andere Nebengewässer der Fulda wurde bereits in den 1970er Jahren ein großflächiges Hochwasserschutzkonzept für die Gewässer Horasbach, Waides und Krätzbach umgesetzt“, berichtet Fehl. Ihm zufolge hätten die Schäden durch das Unwetter in Fulda noch weitaus höher sein können*. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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