Mohamed Younis
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Generalunternehmer Mohamed Younis zieht Zwischenbilanz zum Innenstadtumbau

„Wir verstärken die Mannschaft für Bruchköbeler Stadthaus“

  • Holger Weber-Stoppacher
    VonHolger Weber-Stoppacher
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Bruchköbel – Mit der Eröffnung des Rewe-Markts am Donnerstag hat auch der Generalunternehmer, der sowohl für den Bau des Markts als auch für das Stadthaus und den Krebsbachpark verantwortlich zeichnet, sein erstes Etappenziel erreicht. Im Gespräch mit unserer Zeitung zieht der Geschäftsführer der Schoofs GmbH, Mohamed Younis, eine Zwischenbilanz.

Heute herrscht auf der Baustelle noch Hektik. Die Eröffnung morgen könnte man als Punktlandung bezeichnen.

Ja, aber selbst wenn wir zwei, drei Monate mehr gehabt hätten: Der Stress zum Ende hin ist immer da. Aber wir sind glücklich, dass es geklappt hat. Die Eröffnung des Markts und der Tiefgarage vor Weihnachten ist auch eine gute Nachricht für alle Einzelhändler der Stadt. Die Nutzung der Tiefgarage wird bis zum Ende des Jahres während der Öffnungszeit des Rewe-Marktes noch kostenfrei sein. Das heißt, davon profitieren auch die anderen Händler und deren Weihnachtsgeschäft in der Stadt. Wir werden allerdings Personal in der Tiefgarage haben, das auf die Parkzeit blicken wird. Denn wir wollen den Parkraum ja den Kunden zur Verfügung stellen. Wir möchten keine Dauerparker in der Tiefgarage haben.

Wie lautet Ihr Zwischenfazit nach Fertigstellung von Markt und Tiefgarage?

Es ist eigentlich besser gelaufen, als ich es vermutet hatte, vor allem vor dem Hintergrund der Coronakrise. Wir haben die Baustoffknappheit und -verteuerung zwar auch gespürt, aber nicht in dem Maße, dass es die Fertigstellung beeinflusst hätte.

Wie haben Sie das geschafft?

Die Baustoffe, die derzeit knapp sind, werden vor allem für den Rohbau benötigt. Wir hatten das Glück, dass der Rohbau schon stand, als die Kostensteigerung sich bemerkbar gemacht hat. Zudem haben wir die Materialien fürs Dach wie Dämmung und Stahl schon frühzeitig bestellt. Nichtsdestotrotz haben wir einige Baustoffe teurer bezahlt als ursprünglich geplant.

Geht das zulasten der Stadt?

Nein, das Risiko tragen wir als Generalunternehmer.

Die nächste Etappe ist die Fertigstellung des Stadthauses. März ist als Zieltermin anvisiert. Schaffen Sie das?

Ja, da habe ich keinen Zweifel. Wir werden unsere Mannschaft ja nun durch die Mitarbeiter verstärken, die zuvor beim Bau des Rewe-Marktes gebunden waren. Wir sind uns im Klaren darüber, dass die Verwaltungsbediensteten umziehen wollen und müssen. Da sind wir sehr termintreu.

Was wird auf der Schlussgeraden des Innenstadtumbaus für Sie die größte Herausforderung sein?

Das wird die veränderte Situation auf der Baustelle sein, die wir nach der Eröffnung des Rewe-Marktes ja nun nicht mehr für uns alleine haben. Wir haben jetzt Kundschaft im Haus. Die Herausforderung ist nun, weiterzubauen, ohne die Kundschaft, die nun einkaufen und die Tiefgarage nutzen will, zu stören. Aber die Handwerker brauchen auch ihren Platz, damit sie ihre Arbeiten fristgerecht fertigstellen können. Vor allem mit Blick auf die Tiefgarage haben wir den Anspruch, dass dort vom ersten Tag an alles reibungslos abläuft und die Tiefgarage bei den Menschen Akzeptanz findet. Es ist ja so: Macht der Kunde eine schlechte Erfahrung mit der Tiefgarage, kommt er erst einmal nicht mehr. Das wollen wir verhindern. Deswegen machen wir es eigentlich immer so, dass die erste Zeit der Nutzung kostenfrei ist und sich der Kunde an die neue Situation gewöhnen kann. Aber sicherlich erfordert es auch von beiden Seiten, also der Kundschaft und denjenigen, die dort noch arbeiten, in der ersten Zeit ein wenig Toleranz.

Das Gespräch führte Holger Weber

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