Als dieses Bild im Herbst 2020 entstand, hätten Bürgermeister Timo Greuel (rechts) und Erster Stadtrat Benjamin Schaaf wohl kaum mit einer so langen Vakanz in der Führung von zwei zentralen Ämtern in der Stadtverwaltung gerechnet. Archiv
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Als dieses Bild im Herbst 2020 entstand, hätten Bürgermeister Timo Greuel (rechts) und Erster Stadtrat Benjamin Schaaf wohl kaum mit einer so langen Vakanz in der Führung von zwei zentralen Ämtern in der Stadtverwaltung gerechnet. Archiv

Rathausspitze froh über Neubesetzung wichtiger Posten

Zwei lange vakante Amtsleiterstellen können in Selbold endlich wieder besetzt werden

  • Lars-Erik Gerth
    VonLars-Erik Gerth
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Dass es immer schwieriger wird, Führungspositionen in der städtischen Verwaltung adäquat zu besetzen, konnten die Selbolder im vergangenen Jahr aus nächster Nähe mitverfolgen. Erfreulicherweise wurde aber am 11. Januar bekannt, dass die seit Monaten vakanten beiden Amtsleiterstellen im kommenden Frühjahr endlich neu besetzt werden können.

Langenselbold – Zur Erinnerung: Nachdem Benjamin Schaaf (parteilos) zu Beginn des Jahres 2021 das Amt des Ersten Stadtrats antrat, konnte – trotz mehrfacher öffentlicher Ausschreibung – keine Nachfolge für seine bisherige Position als Leiter des Amtes für Finanzen und EDV gefunden werden. Bis heute nimmt Schaaf deshalb einen Großteil seiner früheren Aufgaben neben seiner umfangreichen Tätigkeit als Erster Stadtrat wahr.

Im Sommer 2021 gab dann auch noch Thomas Wagner, der bisherige Bauamtsleiter, zum 1. Juli seinen Wechsel in die Stadtverwaltung nach Erlensee bekannt. Diese Entscheidung, so Wagner damals in einem kurzen Telefonat mit unserer Zeitung, habe „ausschließlich private Gründe“ gehabt. Bürgermeister Timo Greuel (SPD) bedauerte den Weggang Wagners und würdigte dessen Leistungen sowie „die gute Zusammenarbeit“ mit dem ehemaligen Bauamtsleiter.

Bauamtsleiter ging überraschend nach Erlensee

Auch für Thomas Wagner konnte trotz der umgehend erfolgten Ausschreibung der Stelle erst einmal kein adäquater Nachfolger gefunden werden. Die Bauamt-Mitarbeiter Norbert Mikulla und Felix Hartmann übernahmen nach Wagners Ausscheiden gemeinsam kommissarisch die Leitung des wichtigen Amtes.

Seit über einem halben Jahr sind somit gleich zwei Amtsleiterstellen im Langenselbolder Rathaus vakant. Zu dieser Situation hatte Bürgermeister Greuel bereits im Spätsommer erklärt: „Wir haben in beiden Ämtern hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sehr gute Arbeit leisten. Durch die beiden nicht besetzten Stellen sind sie derzeit zusätzlich stark gefordert. Entsprechend wäre es auch für sie wichtig, wenn wir die personellen Lücken bald schließen könnten.“

Doppelbelastung für Benjamin Schaaf

Die über ein Jahr erfolgte Doppelbelastung von Benjamin Schaaf führte nicht zuletzt dazu, dass der städtische Haushalt für 2022 noch nicht eingebracht werden konnte. Nun aber gibt es positive Nachrichten aus dem Rathaus. Bereits im Spätherbst 2021 hatte sich abzeichnet, dass die Leitungsposition im Selbolder Bauamt bald neu besetzt werden kann. Nun steht endgültig fest, dass dies zum 1. März der Fall sein wird, wie Bürgermeister Greuel nun auf Nachfrage bestätigen konnte.

Zugleich konnte Erster Stadtrat Schaaf auf HA-Nachfrage mitteilen, dass nach langer Suche und mehrfacher Ausschreibung jetzt auch die Leitung des Amtes für Finanzen neu besetzt werden kann. „Es freut mich sehr, dass wir diese über ein Jahr bestehende Vakanz bald schließen können. Die Leitungsposition wird ab 1. April wieder besetzt sein“, berichtete Schaaf. Dann wird also die Lücke in der Führungsriege in der Selbolder Stadtverwaltung nach 15 Monaten wieder komplett geschlossen sein.

Nach unklar, wann Haushalt eingebracht wird

Und für Schaaf bedeutet dies, dass er sich ab 1. April dann ganz seinen Aufgaben als Erster Stadtrat wird widmen können. Unabhängig davon ist er derzeit voll und ganz mit der Aufstellung des Haushalts für 2022 beschäftigt. Ob dieser von Schaaf in seiner Eigenschaft als Kämmerer bereits Ende Januar oder dann in der Februarsitzung des Stadtparlaments eingebracht werden kann, wird sich in der kommenden Woche entscheiden.

Von Lars-Erik Gerth

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