Albert Schlierbach hat sich einen Traum verwirklicht und ein Kinderbuch geschrieben, das er seinen beiden Enkelinnen gewidmet hat. Die in dem Buch aufgegriffenen Redewendungen sind mit lustigen Illustrationen von Aki Röll versehen.
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Albert Schlierbach hat sich einen Traum verwirklicht und ein Kinderbuch geschrieben, das er seinen beiden Enkelinnen gewidmet hat. Die in dem Buch aufgegriffenen Redewendungen sind mit lustigen Illustrationen von Aki Röll versehen.

Redewendungen erklärt

Der Heldenberger Albert Schlierbach hat das Kinderbuch „Wenn der Bär steppt“ geschrieben

Lesen, Lachen, Lernen. Unter diesem Motto steht das erste Kinderbuch „Wenn der Bär steppt“ von Albert Schlierbach. Der Autor erklärt auf 52 Seiten Redewendungen und deren Bedeutung für Kinder ab vier bis sechs Jahren. Illustratorin Aki Röll stammt aus Frankfurt am Main. Sie hat die Redewendungen künstlerisch umgesetzt, sodass beim Lesen oder Vorlesen komische Bilder im Kopf entstehen, über die herzhaft gelacht werden kann.

Nidderau – „Es war mir ein Herzenswunsch meinen beiden Enkelinnen Ida Sophie (4) und Carla Marie (2) ein Buch zu widmen“, sagt Schlierbach. Den insgesamt zwölf Redewendungen geht immer eine Frage voraus, die dann auf der nächsten Doppelseite beantwortet wird. Es sind Redewendungen wie: „Wenn die Sonne lacht, hat ihr dann jemand einen Witz erzählt?“, „Wenn Bäume ausschlagen, tut das weh?“, oder „Wenn der Spargel schießt, hat er dann eine Kanone?“

Spielerei und Fingerzeig zugleich

Schlierbachs Frau Ute glaubt, dass das Buch so gelungen ist, weil ihr Mann, ehemals Art Director in der Werbung, viele Jahre mit Illustratorin Röll zusammen-gearbeitet hat. Sie wisse, wie er ticke. Es sei ein langer Prozess von über einem Jahr gewesen. Auch die Suche nach einem entsprechenden Verlag habe viel Zeit in Anspruch genommen. Etwa 150 Verlage hat Schlierbach kontaktiert. „Ich hatte den Eindruck, dass gerade in der Corona-Pandemie viele Leute Zeit hatten und ein Buch geschrieben haben. Die Verlage konnten sich das Beste herauspicken“, sagt Schlierbach. Er selbst habe mit dem Engelsdorfer Verlag einen Partner gefunden. In seinem Buch stecken viel Arbeit und Kommunikation. Das Ergebnis ist lustig, informativ und macht beim Lesen und Blättern gute Laune.

Den Kontakt mit Röll hat er überwiegend am Telefon und per E-Mail gepflegt. Die Illustrationen erarbeitete sie neben ihrer täglichen Arbeit, weil sie viel Spaß daran hatte. Die Vorzeichnungen erstellte sie an einem Drawpad und colorierte sie am PC. Das Kinderbuch könne man auch gut für Schulungen für Migranten einsetzen, da es den Menschen die deutsche Sprache auf eine lustige Art und Weise und vereinfacht näherbringe, sagt der Autor. Die Redewendungen seien Spielereien und lehrreicher Fingerzeig zugleich. Man könne viel über das Leben lernen. Begonnen mit dem Projekt hat er vor drei Jahren. Das Kinderbuch erscheint zunächst in einer Auflage von 200 Stück für 19,90 Euro je Exemplar.

Größeres Format und fester Einband

Damit das Buch auch in Kindergärten herumgereicht werden kann, ist es mit eisenfesten Einband ausgestattet. Zudem besitzt es ein größeres Format und ist mit einem etwas festeren Papier in einer wertigen Ausstattung zu bekommen. Ute und Albert Schlierbach finden es schön, wenn sich Kinder im Computerzeitalter auch mit Büchern beschäftigen, damit aufwachsen und das Bedürfnis entwickeln, eine Geschichte vorgelesen zu bekommen. „Für Kinder sind Bücher extrem wichtig, für Kreativität und Bildung. Die Fantasie sollte spazieren gehen können“, sagen die Schlierbachs.

Albert Schlierbachs nächstes Projekt ist ein Sachbuch über die Zeit nach dem Schlaganfall. Den Ratgeber „Das Leben endet nicht mit einem Schlag“ erstellte er mit seinem Therapeuten. Er möchte das Buch gerne an Kliniken verteilen, als Hilfestellung für die Zeit nach der Rehabilitation. Die plakativen Illustrationen dieses Buches erstellte Schlierbach selbst. Der Ratgeber beinhaltet sowohl Tipps und Hilfestellungen rund um das Thema als auch viel Motivation.

Geschichte über Flieger in Arbeit

Ein weiteres Projekt ist eine Geschichte vom 6. Dezember 1944, die im Hinterland passiert ist. Sein Bruder hatte Schlierbach einen Zeitungsausschnitt geschickt. Ein Flieger, der an diesem Tag umgekommen ist, sollte in Weidenhausen bei Gladenbach geehrt werden. Sein Bruder erzählte ihm, dass ihr Großvater den Flieger vor dem Mob gerettet hätte, ihn aber am nächsten Tag an die Gendamerie ausliefern musste. Diese hätte ihn barfuß neben dem Fahrrad herlaufen lassen bis in den Nachbarort und hätte ihn am nächsten Tag erschossen. Zur Erinnerung sollte ein Stolperstein für ihn gesetzt werden und eine Straße nach ihm benannt werden. Schlierbach recherchierte und arbeitet seitdem an dieser Geschichte. (Georgia Lori)

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