Der neue Ortsbeirat Erbstadt mit seinem neuen Vorsitzenden Jürgen Frech (Zweiter von rechts) und dem designierten Bürgermeister Andreas Bär (Dritter von rechts) vor der Mehrzweckhalle in Erbstadt.
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Der neue Ortsbeirat Erbstadt mit seinem neuen Vorsitzenden Jürgen Frech (Zweiter von rechts) und dem designierten Bürgermeister Andreas Bär (Dritter von rechts) vor der Mehrzweckhalle in Erbstadt.

Konstituierende Sitzung

Mit Jürgen Frech übernimmt zum ersten Mal ein CDU-Kandidat den Vorsitz im Ortsbeirat Erbstadt

Im Ortsbeirat Erbstadt ist es durch die Kommunalwahl nicht nur zu einem Generationswechsel gekommen, auch der Vorsitz im Ortsbeirat wurde erstmals in CDU-Hände gelegt.

Nidderau – Keine Überraschungen gab es am vergangenen Freitag bei der konstituierenden Sitzung des Ortsbeirats Erbstadt. Schon im Vorfeld hatte es Gespräche zwischen den Parteien gegeben. Und dabei war man übereingekommen, das Ergebnis der Kommunalwahl dieses Mal zu akzeptieren und auch entsprechend umzusetzen.

Bereits vor fünf Jahren das besten Stimmenergebnis

So wurde Jürgen Frech (CDU), er hatte bei den Wahlen am 14. März mit 366 Stimmen das beste Ergebnis erzielt, einstimmig bei einer Enthaltung von ihm selbst zum neuen Ortsvorsteher gewählt. Vor fünf Jahren hatte er schon einmal das beste Stimmenergebnis, war dann jedoch von der rot-grünen Mehrheit im Ortsbeirat übergangen worden. Auch dieses Mal hätten Rot/Grün eine Stimme mehr gehabt, doch hätte das den Ortsbeirat gespalten und die Arbeit behindert. Es war das erste Mal seit der Gründung Nidderaus und der Eingemeindung Erbstadts, dass ein CDU-Kandidat zum Ortsvorsteher gewählt wurde.

Einstimmig wurden anschließend auch Frank Hens (SPD) und Helmut Gockert (Grüne) zu den Stellvertretern Frechs gewählt, genauso wie Markus Maier (SPD) zum neuen Schriftführer. Nach den Wahlen zeigte sich auch das bisherige Ortsbeiratsmitglied Thomas Warlich (CDU), er hatte dieses Mal für eine Kandidatur für den Ortsbeirat verzichtet, mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Nur so könne im Ortsbeirat parteiübergreifend zum Wohl Erbstadts gearbeitet werden. Denn im Ortsbeirat dürfe die Parteizugehörigkeit der Mitglieder nicht über die Ziele des Gremiums entscheiden. Im Mittelpunkt stünden die Gemeinschaft und das Wohl der Bürger.

Blühflächen für den Friedhof angefragt

Warlich dankte anschließend den ausgeschiedenen Ortsbeiratsmitgliedern Ellen Neubert und dem bisherigen Ortsvorsteher Peter Hens (beide SPD) für ihre ehrenamtliche Mitarbeit im Beirat in den vergangenen fünf Jahren. Er äußerte die Hoffnung, dass mit der jetzigen Zusammensetzung des Gemiums – die drei Mitglieder Benjamin Warlich (CDU) sowie Frank Hens und Markus Maier (beide SPD) sind neu dabei – alte Gräben zugeschüttet würden. Er als CDU-Fraktionsführer im Stadtparlament werde auf jeden Fall dafür sorgen, dass den Ortsbeiräten wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt werde. Denn die Ortsbeiräte seien in den meisten Fällen die ersten Ansprechpartner der Bürger und stellten damit das Bindeglied zur Politik dar.

Nach der Wahl standen in Erbstadt auch sogleich die Sachthemen wieder im Mittelpunkt der Diskussion . So solle die Verwaltung wegen Blühflächen auf dem Friedhof angefragt werden. Es gebe genügend freie Flächen auf dem Friedhof und auch die städtische Friedhofsordnung lasse eine derartige Bepflanzung zu. Auch der Pfaffenhof müsse wieder mehr ins Blickfeld rücken. Dort warte man schon seit längerem auf ein Nutzungskonzept.

( Jürgen W. Niehoff)

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