Die Vorbereitungen zur Rodenbacher Live-Sendung konnten die Zuschauer auf ihren Bildschirmen verfolgen.
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Die Vorbereitungen zur Live-Sendung konnten die Zuschauer auf ihren Bildschirmen verfolgen.

Rodenbacher Parlament ging erstmalig live auf Sendung

Trotz kleinerer Schwierigkeiten ist Produzent Boris Kreuter zufrieden

  • VonPatricia Reich
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Mit einer Liveschalte der Gemeindevertretersitzungen liebäugelte die Gemeinde bereits seit längerem. Andere Kommunen wie Maintal und Niederdorfelden haben es bereits vorgemacht und strahlen ihre Sitzungen regelmäßig aus. „Es war geplant, einen entsprechenden Antrag nach der Kommunalwahl einzureichen, was auch erfolgte“, erläutert Bürgermeister Klaus Schejna (SPD) in einem Telefonat mit dem HA.

Rodenbach – Am 1. Juli stimmte das Parlament mit großer Mehrheit für die Einführung des Parlamentsfernsehens. Am vergangenen Donnerstag wurde es das erste Mal umgesetzt. Es sei genau die richtige Zeit gewesen, ist sich Schejna sicher. „Wir wollen über dieses Medium die Bürger und vor allem auch junge Menschen erreichen, ihnen Kommunalpolitik näherbringen und Transparenz zeigen.“

Vier Kanäle zeigen Liveübertragung

Bereits ab 19 Uhr konnten sich die Zuschauer am Donnerstag von zu Hause aus über vier Kanäle (Youtube, Facebook, Vimeo und die Webseite des Parlamentsfernsehens) Archivmaterial anschauen und Kommentare der einzelnen Fraktionen zur Liveübertragung, aber auch zu verschiedenen Tagesordnungspunkten anhören. Schon um 19.20 Uhr verzeichnete allein der Youtube-Stream 49 Zuschauer.

Auf Youtube hatten sich bis zu 242 Menschen zugeschaltet.

Durchschnittlich 280 Zuschauer

Boris Kreuter, Produzent des Parlamentsfernsehens und Geschäftsführer der „Trickfilmkinder“, nennt im Gespräch mit unserer Zeitung erste Zahlen: „Auf Youtube waren es an der Spitze 242, im Durchschnitt um die 170 Zuschauer. Auf Facebook lag die Zahl kontinuierlich bei 50 und über Vimeo und die Webseite waren es im Schnitt 60 Zuschauer. Zusammengenommen haben durchschnittlich 280 Leute die Sendung verfolgt.“

Der Produzent zeigte sich zufrieden mit dem Start, auch wenn ihn eine technische Störung zu Beginn der Sitzung dennoch ärgert – ungefähr 15 Minuten lang war der Live-Stream über einige Kanäle offline. „Das lag daran, dass im Saal sehr viele gleichzeitig mit ihren Handys und Laptops online gegangen sind und es zu Verzögerungen in der Übertragung kam. Fachlich formuliert waren es Latenzschwierigkeiten. Zwar machen wir vorab Tests, um solche Störungen auszuschließen, aber da müssen wir noch einmal nachjustieren, das war suboptimal.“ In Zukunft werde es das nicht mehr geben, versichert der Profi.

Junge Menschen übernehmen Technik

Das Besondere an dem Parlamentsfernsehen ist, dass die Technik von jungen Menschen betreut wird. „In Rodenbach übernahmen drei 17-Jährige aus dem Nachwuchsfilmteam Medienkompetenz die Bildregie und Kameraführung. Dieses Wochenende werden sie das Material nachbearbeiten und online stellen“, sagt Kreuzer. Während die technische Störung ihn nur auf eine 95-prozentige Zufriedenheit über den Start kommen lassen, zeigte sich Schejna mehr als zufrieden über die Resonanz. (Von Patricia Reich)

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