Erlensees Ballkünstler um Pascal Hamann treten heute in der zweiten Runde des Hessenpokals beim Nord-Verbandsligisten SG Bad Soden an.
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Erlensees Ballkünstler um Pascal Hamann treten heute in der zweiten Runde des Hessenpokals beim Nord-Verbandsligisten SG Bad Soden an.

HESSENPOKAL

Der Hessenpokal ist für den FC Erlensee kein Nebenwettbewerb

Es ist fast schon unglaublich, in welch spektakulärer Manier die Fußballer des 1. FC Erlensee derzeit die Hessenliga rocken. Am heutigen Mittwochabend ist der Überraschungszweite der Hessenliga-Gruppe A in der zweiten Runde des Hessenpokals ein paar Kilometer die A66 nordwärts bei der SG Bad Soden im Einsatz - und auch beim ambitionierten Nord-Verbandsligisten wollen die Erlenseer für Furore sorgen.

Erlensee – „Im Hessenpokal spielt man ja nicht jedes Jahr, außerdem könnte in der nächsten Runde ein attraktives Los warten“, erklärt FCE-Trainer Jochen Breideband und unterstreicht damit eines: Der 1. FC Erlensee nimmt als amtierender Kreispokalsieger auch diesen Wettbewerb ernst und möchte sich keineswegs nicht nur auf die nach dem 2:1-Sieg in Stadtallendorf in greifbare Nähe gerückte Qualifikation für die Hessenliga-Aufstiegsrunde konzentrieren. In der dritten Runde steigen dann auch die automatisch qualifizierten Regionalligisten in den Wettbewerb ein. Gerade ein mögliches Los Kickers Offenbach gilt als finanziell äußerst lukrativ.

In der ersten Runde setzte sich der FCE sehr knapp beim Gruppenligisten Sportfreunde Seligenstadt durch und auch jetzt rechnet Breideband wieder mit einem engen Match. „Für mich ist das kein typisches Klassenunterschieds-Spiel, sondern eher eine enge Nummer.“ Der Kader der Bad Sodener ist schließlich prominent besetzt - unter anderem spielt Ex-Bundesligaprofi Kevin Pezzoni (einst 1. FC Köln) für das Team von Trainer Anton Römmich. Bester Torschütze ist Daniele Fiorentino (früher auch Kickers Offenbach, SC Hessen Dreieich). Ebenfalls im Kader des Tabellendritten steht der ehemalige Hanau-93-Spieler Betim Mezini.

Gegner SG Bad Soden will in Hessenliga aufsteigen

Dass der Traditionsverein aus dem Kinzigtal gerne wieder einmal in der Hessenliga spielen möchte, ist kein Geheimnis. Zuletzt geriet der Motor des Mitfavoriten in der Liga aber etwas ins Stocken. Nach gutem Start gelang der Römmich-Truppe in den zurückliegenden sechs Partien nur ein einziger Sieg. Der Rückstand auf Spitzenreiter OSC Vellmar ist auf sieben Punkte angewachsen. Womöglich bietet ein Pokal-Fight gegen einen Hessenligisten die ideale Voraussetzung zur angestrebten Kehrtwende.

Legt man die Formkurven übereinander, so ist der FCE favorisiert. „Natürlich wollen wir den Schwung aus der Liga mitnehmen und wir müssen uns in unserer Verfassung in diesem Spiel auch nicht verstecken“, sagt Breideband. Eine zu erwartende Rotation innerhalb des Kaders muss nicht zwangsläufig zu einem Qualitätsabfall führen. Die Kaderplätze sind sehr begehrt, gerade auf den zentralen Positionen im Mittelfeld hat der FCE-Coach eine riesige Auswahl an ähnlich starken Spielern. „Zurzeit gibt es auch Härtefälle. Gute Spieler, die es vereinzelt nicht in den 18er Kader schaffen. Aber das sind Luxusprobleme und auch ein Zeichen von Qualität“, so Breideband. Sicher fehlen wird heute Abend lediglich der verhinderte Nico Hixt. Für den FCE-Coach geht es auch darum, die Belastungen gut zu dosieren, denn bereits am Samstag steht mit dem Vergleich gegen den FSV Fernwald das nächste wichtige Hessenligaspiel gegen einen unmittelbaren Konkurrenten an. (Von Frank Schneider)

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