Jungspund-Duell: Die ehemaligen Jugendspieler Luca Pugelli (schwarzes Trikot) und Nico Zaiss (unten) im Zweikampf.
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Jungspund-Duell: Die ehemaligen Jugendspieler Luca Pugelli (schwarzes Trikot) und Nico Zaiss (unten) im Zweikampf.

KREISLIGA A

Einst Teamkameraden, nun Gegner: Ehemalige Spieler der JSG Schöneck-Dorfelden im Duell

  • VonAchim Dürr
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Zu einem nicht alltäglichen Treffen geriet am Sonntag die Partie in der Fußball-Kreisliga A Hanau zwischen dem FC Büdesheim und der TSG Niederdorfelden. In beiden Teams standen etliche Spieler auf dem Platz, die vor noch gar nicht langer Zeit gemeinsam in der A-Jugend der JSG Schöneck-Dorfelden am Ball waren.

Schöneck – So trugen bei der Büdesheimer 1:2-Niederlage sechs der ehemaligen JSG-Spieler das Trikot der Gastgeber, zwei liefen für die TSG auf.

„Insgesamt sind im Sommer 23 Spieler aus der Jugend nach oben gekommen. Dabei waren auch welche des jüngeren Jahrgangs, da wir nicht genügend Spieler für eine neuerliche A-Jugend hatten“, berichtet Harald Horn. Der Büdesheimer Vorsitzende hatte bis zum Sommer die JSG-Junioren betreut, ist mittlerweile für die B-Jugendlichen verantwortlich. Neben Büdesheim und Niederdorfelden gehören der JSG noch der SV Oberdorfelden und der SV Kilianstädten an. „Ich schaue mir nicht nur unsere Büdesheimer Mannschaft an. Da interessiert mich schon, was meine ehemaligen Jungs in den anderen Vereinen machen“, erzählt Horn.

Am Sonntag hat er sich dann aber doch das Heimspiel seines FCB gegen die TSG angeschaut. Der Vereinschef sprach von einem Spiel auf Augenhöhe, dass gerechterweise Unentschieden hätte ausgehen müssen. Der entscheidende Unterschied sei die größere Entschlossenheit vor dem gegnerischen Kasten gewesen, was zu den beiden Treffern von Miguel Celma, ebenfalls ein ehemaliger Fußballschüler Horns, geführt hätte. Michael Schneider hatte die Hausherren zuvor in Führung gebracht.

Jugendspieler kennen sich aus gemeinsamen Spielzeiten gut

Schneider gehörte wie auch Vincent Bach, Leif Greiner, Loris Hinkel, Jan Zimmermann und Nico Zaiss bei den Gastgebern zu jenen sechs ehemaligen JSG-Kickern. Auf der anderen Seite waren dies Luca Pugelli und Jan Schwarzkopf. „Naja, es war schon ein glücklicher Sieg von uns. Den Toren gingen individuelle Fehler voraus“, meinte Schwarzkopf. Der Verteidiger hatte sein Team spielerisch leicht im Vorteil gesehen, ansonsten sei es ein typisches Hartplatz-Derby unter Flutlicht gewesen. Der 19-Jährige, der auch in Niederdorfelden wohnt, hält zu den meisten seiner Ex-Kollegen noch regen Kontakt.

Dies bestätigt auch Zaiss, der ebenso gerade einmal 19 Jahre alt ist und in Büdesheim lebt. „Ich habe etwa fünf Jahre mit Jan zusammengespielt, da kennt und trifft man sich auch gelegentlich“, sagt der Defensivmann, der momentan ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der evangelischen Kirche in Büdesheim absolviert. Dort engagiert er sich in seiner Freizeit auch als Betreuer von Konfirmanden. Ansonsten spielt er gelegentlich Basketball oder ist mit seinen Kumpels unterwegs.

Sein Niederdorfeldener Pendant ist Schüler in Maintal und will im nächsten Jahr sein Abitur machen. Danach schwebt auch ihm ein Freiwilliges Soziales Jahr vor. „Was ich danach machen will, ist noch offen, vielleicht etwas in Richtung Naturwissenschaften“, erzählt Schwarzkopf. Neben Fußball interessiert er sich „für viele andere Sportarten“. Zudem ist Schwarzkopf seit einigen Jahren bei Niederdorfeldens Freiwilliger Feuerwehr aktiv.

Was die Ziele für ihre Klubs und ihre eigene Fußballerkarriere betrifft, sind sich die ehemaligen Mitspieler einig. Nico Zaiss und Jan Schwarzkopf streben derzeit nicht nach höherklassigem Fußball. Sie wollen in erster Linie den mannschaftlichen Erfolg. „Wir können vielleicht noch oben ein wenig mitspielen“, meint Schwarzkopf. „Wir sollten natürlich nicht absteigen“, erklärt hingegen Zaiss. Und beide sind überzeugt: „Fußball-Profi werden wir aber sicher nicht mehr.“ (Von Achim Dürr)

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