Großkrotzenburgs neue Nummer eins: Sadra Sememy (hier mit Kenan Ferguson von Hanau 93 II) kommt von Türk Gücü Hanau zur Germania.
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Großkrotzenburgs neue Nummer eins: Sadra Sememy (hier mit Kenan Ferguson von Hanau 93 II) kommt von Türk Gücü Hanau zur Germania.

VERBANDSLIGA

Germania bedient sich in der Gruppenliga: Viermal Türk Gücü für Großkrotzenburg

  • Thorsten Jung
    vonThorsten Jung
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Der Kaderumbruch beim Fußball-Verbandsligisten FC Germania Großkrotzenburg schreitet in riesengroßen Schritten voran. Robin Prey, einer der drei neuen Sportlichen Leiter des FCG, vermeldete die nächsten acht Neuzugänge. Vier davon kommen vom Gruppenligisten Türk Gücü Hanau.

Großkrotzenburg – Sadra Sememy, Justin Netzband, Paul Muwanga und Pascal Palacios Hernandez wechseln im Viererpack von der Hanauer Rudi-Völler-Sportanlage ins Großkrotzenburger Oberwaldstadion. „Sie haben alle Bock, Verbandsliga zu spielen, wollen schauen, wie weit es sportlich für sie noch geht“, erzählte Prey.

Netzband, der 2018 von den Eintracht-Sportfreunden Windecken zu Türk Gücü gewechselt war, ist im Mittelfeld universal einsetzbar. „Er ist jung, aggressiv, beißt, rennt 90 Minuten und kämpft für sein Team“, umschrieb Prey die Qualitäten des 24-jährigen Allrounders.

Sadra Sememy wird neue Nummer eins der Germania

Mit der Erfahrung von über 50 Hessenligaspielen wird Sadra Sememy die neue Nummer eins der Germania. Der Torhüter verlässt Türk Gücü nach einer Saison. Davor spielte der 25-Jährige für den FV Bad Vilbel und den FC Alsbach. „Er ist eine Kante, macht was her“, meinte Prey.

Palacios Hernandez, der für TS und Germania Ober-Roden über 70-mal in der Verbandsliga auflief, ist im zentralen Mittelfeld zu Hause. Sechs Tore in acht Gruppenligaspielen für Türk Gücü zeigen, dass der 24-Jährige auch weiß, wo das gegnerische Tor steht.

Der Vierte im Bunde der Ex-Türk-Gücü-Spieler ist Außenverteidiger Paul Muwanga (24). Palacios Hernandez, Sememy, Netzband und Muwanga sind Uni-Freunde. „Wir machen in unserer Freizeit viel gemeinsam. Es trägt viel zum Spaß im Mannschaftssport bei, wenn man sich mit seinen Mitspielern gut versteht“, sagte Muwanga kürzlich im HANAUER. Wegen einer komplizierten Knieverletzung musste er länger pausieren. „Wir wollen ihn mit unseren Physios dahin bringen, was sein Anspruch ist und geben ihm alle Zeit“, so Prey.

Muwanga muss sich nach Verletzung zurück kämpfen

Vom SVG Steinheim hat sich die Germania einen weiteren Spieler aus der Gruppenliga geangelt. Anil Ucar, der im Offensivbereich flexibel einsetzbar ist, hat auch schon einige Verbandsligaspiele absolviert. Seine früheren Stationen sind KV Mühlheim und Spvgg. Dietesheim, wo er unter Großkrotzenburgs Coach Christos Tsifnas in der Jugend spielte. „Mit seiner Siegermentalität kann er eine Mannschaft voranbringen“, erwartet sich Prey eine Menge vom 26-Jährigen. Ucar bringt auch Emotionen mit zu seinem neuen Verein, sah in seinen beiden Jahren beim SVG allerdings auch zahlreiche Gelbe Karten und fehlte nicht nur einmal rotgesperrt.

Aus der Kreisoberliga Hanau in die Verbandsliga Süd wechselt Sven Skupin. Der 26-Jährige war zuletzt beim TSV Niederissigheim. „Er hat sich uns angeboten, hat Bock fußballerisch das Maximale rauszuholen“, ist Prey auf die Entwicklung des Rechtsverteidigers gespannt. Im Trikot der SG Bruchköbel lief er schon ein paar mal in der Verbandsliga auf. Es folgten die Stationen FSV Bischofsheim, Türk Gücü Hanau und Niederissigheim. „Er hat eine athletische Statur, kann seine Seite dichtmachen und bei uns Fuß fassen“, so Prey.

Für die Innenverteidigung holte die Germania ein weiteres Talent aus der Hessenliga-A-Jugend des FC Erlensee. Johannes Menge ist nach seinem Kumpel Hrvoje Ferincevic (1. FC Erlensee) sowie Finn Pock (Bayern Alzenau) der dritte Youngster für den Defensivbereich.

Mario Woitynek kehrt nach Großkrotzenburg zurück

Die drei Sportlichen Leiter Prey, Andre Althaus und Dominik Scholz freuen sich zudem auf das Comeback von Mario Woitynek. Der 23-Jährige, der auf der linken Seite zu Hause ist, spielt seit 2016 beim FCG, musste jedoch seit über einem Jahr mit Knöchelproblemen pausieren. „Er hat bei uns schon Verbands- und Gruppenliga gespielt. Es macht uns stolz, dass ein Großkrotzenburger wieder dazu kommt“, so Prey.

Mit den bereits vermeldeten Volkan Sungun (SVG Steinheim, früher Türk Gücü Hanau) und Rückkehrer Max Grammel (Spvgg. Rothengrund/Gunzenbach) kommt die Germania auf zwölf Neuzugänge. Payam Khederzadeh, Maik Neuendorf und Connor Storm bleiben dem Klub auch nach dem Umbruch erhalten. „Der Mix aus Verbandsligaspielern, jungen U19-Spielern und Spielern aus der Gruppenliga ist einer, der funktionieren kann“, meint Prey. Er weiß aber auch: „Wie alles greifen wird, ist eine Wundertüte.“ (Von Thorsten Jung)

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